Austin-Sensations-Sprint: Martin siegt, Marc Marquez und Bezzecchi am Boden
Über die kurze Distanz auf dem Circuit of the Americas ging es wild her. Jorge Martin kämpfte sich in der letzten Runde zum Sieg und flog im Jubel-Wheelie ab. Marc Marquez patzte wie Marco Bezzecchi.
Die Ausgangslage vor dem dritten Sprint der Saison 2026: In der noch jungen WM hat sich Aprilia als stärkste Kraft gezeigt. Seit dem Brasilien-GP führt das Aprilia-Werksteam die WM-Tabelle mit Marco Bezzecchi und Jorge Martin an. Die Piloten der RS-GP hatten sich im Q2 auf die Ränge 2 und 7 gefahren. Dritter in der WM – und Dritter in der Startaufstellung zu den beiden Rennen in den USA; auch KTM-Pilot Pedro Acosta überzeugte mit einem guten Auftakt.
Die Hauptüberschrift vor dem Sprint hatte dagegen Ducati-Pilot Fabio Di Giannantonio geschrieben. Auf der GP26 der VR46-Mannschaft hatte «Diggia» den Streckenrekord von Marc Márquez pulverisiert. MotoGP-Weltmeister Marc Márquez konnte sich im Q2 «nur» Startplatz 6, noch hinter Teamkollege Pecco Bagnaia und dem verblüffend schnellen Honda-Piloten Joan Mir, sichern.
In Reihe 3 brachte sich mit Luca Marini ein weiterer Honda-Pilot in Stellung. Umgeben wurde der Italiener vom Gresini-Duo Alex Marquez (8.) – und Jorge Martin. Eine gute Ausgangssituation hatte sich Rookie Diogo Moreira geschaffen Der Brasilianer fuhr noch vor Teamkollege Zarco (15.), Fabio Quartararo (16.) und Toprak Razgatlioglu (17.) los.
Keine Debatte gab es in Sachen Reifen. Alle 21 Piloten – nur Tech3-Pilot Maverick Vinales war nicht am Start – setzten auf einen Medium-Vorderreifen in Kombination mit einem weichen hinteren Slick von Ausrüster Michelin. Nach einer roten Flagge im Q2 der Moto2 ging es mit zehn Minuten Verspätung in den Sprint über 10 Runden.
Der Weltmeister versagte noch in Runde 1
Kurve 1 erreichte als Erster KTM-Youngster Acosta, doch aus Kurve 1 kam Pecco Bagnaia in Führung liegend. Dahinter Acosta, Pole-Setter Di Giannantonio vor Marc Márquez, erst dann das Aprilia-Duo mit Martin und Bezzecchi. Noch im ersten Umlauf das erste Drama: Marc Márquez übertrieb es am Ende der langen Geraden und kollidierte mit Fabio Di Giannantonio. Beide Ducati-GP-Piloten rutschten von der Piste.
Aus der Runde kam wieder Bagnaia auf P1 vor Acosta, Honda-Pilot Mir und Jorge Martin zurück. Marco Bezzecchi auf Platz 6 drehte dafür die schnellste Rennrunde. Auf Platz 6, Alex Márquez Der Gresini-Pilot lag in der frühen Phase mit Abstand vor Luca Marini, Bastianini und den beiden Trackhouse-Athleten. Während Rookie Razgatlioglu 12 vor Quartararo notiert wurde, stellt der zweite Neuling Moreira seine Honda in der Box ab.
In Ruhe setzte sich der Aprilia-Zug weiter in Szene, Martin schnappte sich Pedro Acosta für Platz 2. An der Spitze hatte sich derweil Pecco Bagnaia eine Sekunde Luft verschafft. Zur Halbzeit des Sprints rückte dann auch WM-Leader Marco Bezzecchi an Acosta vorbei. Doch das Aprilia-Werks-Duo war nicht in der Lage, die Lücke zum Spitzenreiter zu schließen. «Go Free» führte mit Beginn der zweiten Rennhälfte mit 1,3 sec.
Auf 4 und 5 hatten sich die Spanier Joan Mir und Alex Marquez stabilisiert. Mit drei Runden auf der Anzeige setzte WM-Leader Bezzecchi nach und attackierte den Teamkollegen – mit Erfolg. Doch Bagnaia war bereits um 1,6 s enteilt. Dann ereilte auch Aprilia ein Schock. Gerade erst auf Platz 2 gegangen, überbremste «Bezz» die RS-GP im dritten Sektor – Crash!
Stürze und Dramen auch im Finale
Ein starkes Finale zeigte Tech3-Pilot Enea Bastianini. Der Italiener besiegte Alex Márquez und wurde sogar Vierter, nachdem Joan Mir in der letzten Runde noch von der Piste geflogen war. Den letzten WM-Punkte holte sich Johann Zarco. Ebenfalls nicht ins Ziel kam Pramac-Rookie Toprak Razgatlioglu, nach vier Runde rutschte die Nummer 07 aus.
Auch nach der Zielflagge war die Action noch nicht vorbei. Sieger Jorge Martin verlor beim Sieger-Wheelie die Kontrolle über die RS-GP. Der Spanier flog ab und wurde im Medical Car zurück ins Fahrerlager chauffiert.
Aprilia vor Ducati vor zwei KTM, so das unerwartete Ergebnis des Austin-Sprints. Unglaublich, aber wahr: Der neue WM-Führende heißt Jorge Martin! Der schwarze Peter ging an Marc Marquez, der mit seinem frühen Fehler gleich zwei vielversprechende Ducati-Zielankünfte zerstörte.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach