In Gedenken an Alex Zanardi: Marco Bezzecchi in Mugello mit besonderem Helm
Beim MotoGP-Rennen in Mugello ist Aprilia-Werkspilot Marco Bezzecchi mit einem besonderen Helm unterwegs. Beim Italien-GP trägt er einen Helm in Erinnerung an die italienische Legende Alex Zanardi.
Besonderer Helm für ein besonderes Rennen! Aprilia-Werkspilot Marco Bezzecchi fährt an diesem Mugello-Wochenende mit einem Helm in Gedenken an die verstorbene italienische Motorsport-Legende Alex Zanardi.
Bezzecchi fährt in Mugello mit Zanardi-Helm
Alessandro «Alex» Zanardi war am 1. Mai 2026 im Alter von 59 Jahren verstorben. Zanardi ist nicht nur in Italien, sondern weltweit eine Ikone – für seine sportlichen Erfolge, aber vor allem für seinen Kämpfergeist.
In der Formel 1 startete Zanardi insgesamt 41 Grands Prix. Er fuhr 1991 und 1992 einige Einsätze für Jordan und Minardi, 1993 und 1994 dann für Lotus. 1999 fuhr er eine Saison für Williams. Er trat auch in der IndyCar an (damals CART), holte zwei Titel.
2001 verunglückte er beim Rennen auf dem Lausitzring schwer. In Folge des Unfalls wurden ihm wurden beide Beine amputiert. Doch Zanardi gab nicht auf. Im Tourenwagensport kämpfte er sich zurück auf die Rennstrecke. Zanardi wurde außerdem ein erfolgreicher Handbiker. Bei den Paralympischen Spielen in London 2012 und 2016 in Rio de Janeiro holte er jeweils zwei Goldmedaillen.
Hommage an Zanardi 1996
Bezzecchis Helm ist eine originalgetreue Replik des Helms, den Zanardi 1996 trug, als er Byran Herta in der Korkenzieher-Kurve («Corkscrew») in Laguna Seca im IndyCar- bzw. CART-Rennen überholte. Ein bis heute legendäres Überholmanöver.
Das Helmdesign darf Bezzecchi mit freundlicher Genehmigung der Familie Zanardi benutzen, verriet er bei unseren Kollegen von Sky Italia: «Für uns ist er ein unglaublicher Mensch gewesen. Nicht nur wegen des Sports, sondern auch, was die Werte des Lebens angeht. Tausend Dank!» Die Ananas auf dem Helm ist übrigens auch Teil von Zanardis Design – sie geht auf einen Spitznamen zurück, den Zanardi von seinem Teamkollegen bekam, weil er so viele «pieksige» Fragen rund um das Auto stellte.
Im Qualifying von Mugello war der Helm schon mal ein ausgezeichneter Glücksbringer: Bezzecchi sicherte sich mit einer 1:43,921 locker die Pole-Position. Er war der einzige Pilot mit einer Zeit im 1:43er-Bereich. Im Sprint am Samstag erwischte Bezzecchi dann allerdings einen schlechten Start. Es reichte nur für Platz 4. Im Grand Prix heute um 14 Uhr hat der Italiener die zweite Chance, bei seinem Heimrennen die Pole zu verteidigen und zu einem Sieg umzumünzen – in Erinnerung an Alex Zanardi.
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