Moto2, Mugello: Manu Gonzalez dominiert, Vietti mit verrückter Aufholjagd
Intact-Pilot Manuel Gonzalez brachte seine Moto2-Pole-Position in Mugello souverän ins Ziel. Celestino Vietti legte eine spektakuläre Aufholjagd in seinem Heimrennen beim Italien-GP hin.
Was für ein dominanter Sieg! Intact-Moto2-Pilot und WM-Leader Manuel Gonzalez hatte sich im Qualifying vor dem Italien-GP in Mugello am Samstag die Pole-Position gesichert – und brachte die auch komplett unangefochten ins Ziel. Starke Leistung vom Spanier und seiner deutschen Intact-Mannschaft, der seine WM-Führung ausbaute.
Die erste Startreihe komplettierten neben Gonzalez der Tscheche Filip Salac vom American-Racing-Team und Klint-Pilot und Gonzalez‘ spanischer Landsmann Alex Escrig. Izan Guevara, Zweiter in der WM, ging nur von Platz 8 ins Rennen. Celestino Vietti, der als WM-Dritter ins Rennen ging, sogar nur von einem enttäuschenden 16. Rang – und all das bei 27 Grad Celsius Lufttemperatur und 46 Grad auf dem Asphalt.
Gonzalez mit starkem Start
Beim Start kam Gonzalez super weg, konnte seine Führung locker verteidigen. Escrig fiel zurück. Die Top-4 nach den ersten Kurven: Gonzalez, Salac, Holgado, Ortola. Dann ein erster Schreckmoment: In Kurve 6 stürzte Xabi Zurutuza. Auch für Aron Canet endete in der Szene das Rennen in Runde 1.
Mehrere Unfälle in der Anfangsphase
Dann das bittere Aus für Alex Escrig! Der Spanier kam nach einer Berührung in Kurve 3 zu Fall, der Zwischenfall wurde zur Untersuchung in Richtung Stewards gegeben. Später entschieden die: Alonso Lopez bekam als Verursacher eine Long-Lap-Strafe aufgebrummt. Was für turbulente erste Runden! Ivan Ortola erkämpfte sich unterdessen Platz 3, überholte Dani Holgado.
Vietti arbeitete sich fleißig durchs Feld, war in Runde drei kurzzeitig Elfter, fiel dann aber wieder zurück auf Platz 15, also nur eine Position vor seinem Startplatz. Ortola ließ auch Salac hinter sich, war inzwischen Zweiter.
Das Führungs-Quintett in Runde 6: Gonzalez, Ortola, Salac, Holgado und Lopez. Lopez allerdings noch mit zu absolvierender Long-Lap-Strafe. Hinter dem Fünftplatzierten: Intact-Pilot Senna Agius, der mit Absolvieren der Strafe von Alonso auf Rang 5 vorrückte. Ayumu Sasaki verunfallte dann in Runde 7, Kurve 4 an Platz sieben liegend.
Vietti kämpft sich nach vorn
Der Stand zur Halbzeit: Izan Guevara nur an Rang 6 (von 8 hochgearbeitet), Vietti kämpfte sich auf Rang 7 vor. Gonzalez‘ WM-Konkurrenten mühten sich weiter hinten im Feld ab, während der WM-Leader seine Führung im Italien-GP wacker verteidigte.
Guevara und Vietti lieferten sich in Runde 10 enge Duelle, Vietti hatte am Ende die Oberhand, war damit Sechster und hatte stolze zehn Positionen herausgefahren. Neben Barry Baltus (neun Positionen hoch auf Rang 10) und Ivan Ortola (acht Positionen auf Rang 2) war er damit einer der Top-Aufholer in der ersten Rennhälfte.
Ortola mit Problem
In Runde 14 brach der Vorsprung von Ortola auf Holgado dann langsam ein. Manu Gonzalez an der Spitze konnte sich unterdessen freuen, dass sein Vorsprung auf vier, teils fünf Sekunden wuchs.
Für Guevara ging unterdessen die Reise rückwärts, er war drei Runden vor Schluss wieder da, wo er gestartet war, also nur noch Achter. Ein Rückschlag im WM-Kampf. Vietti unterdessen auf Platz 5.
In Runde 18 von 19 war es dann so weit: Dani Holgado kassierte in San Donato Ivan Ortola, schnappte sich Platz 2. Und dann zeigte sich, warum es für Ortola so schwierig war! Der Spanier fiel im Feld weit zurück – und stellte dann mit einem technischen Problem ab. Bitter!
Die Lage an der Spitze in der Finalrunde: Gonzalez locker (6,5 Sekunden) vor Holgado, Vietti, Agius und Salac. Dahinter Lopez, Guevara und Baltus. Dann setzte Vietti zu einer letzten Attacke an, kassierte Holgado und war nun Zweiter. Spektakulär: Von Platz 16 auf Platz 2 hatte sich der Italiener vorgekämpft. Holgado blieb Dritter. Vietti: «Das war ein richtig lustiges Rennen!»
Manuel Gonzalez brachte seine Führung absolut souverän und unangefochten über die Ziellinie. Seine WM-Führung baute er damit auf 129,5 Punkte auf. Das bedeutet: 34,5 Punkte Vorsprung auf Guevara, 36,5 auf Vietti.
Manuel Gonzalez: «Wenn das Barcelona-Rennen perfekt war, dann ist dieses hier wahrscheinlich genauso gewesen.» Da hatte Gonzalez vor zwei Wochen ebenfalls gewonnen. Der Spanier: «Ich habe mich so auf meine Runden konzentriert, dass es fast wie ein Training zu Hause war. Das Bike war perfekt. Ich bin so glücklich!»
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