KTM-Ass Brad Binder (8.) grübelt: «Vielleicht war ich etwas zu vorsichtig»
Brad Binder beendete das MotoGP-Rennen in Silverstone auf Rang 8. Von Startplatz 18 zeigte er eine starke Aufholjagd – er hatte ein gutes Gefühl mit seiner KTM. Weshalb noch mehr möglich gewesen wäre.
Eine große Schwäche von Brad Binder in dieser MotoGP-Saison ist das Qualifying. Der KTM-Pilot muss meistens von weit hinten starten, in den Rennen geht es dann um Schadensbegrenzung. Auch in Silverstone lief es im Qualifying nicht besser – über Startplatz 18 kam der Südafrikaner nicht hinaus.
Im Sprintrennen am Samstag rollte Binder als Elfter über die Ziellinie. Im Grand Prix am Sonntag erwischte der Routinier einen guten Start, nach wenigen Kurven war er in den Punkterängen auf Rang 12 zu finden. Nachdem er sich an Gresini-Ersatzmann Iker Lecuona vorbeipresste, war er schon Elfter. Nach einem kurzen Duell mit Yamaha-Pilot Jack Miller, das Binder für sich entscheiden konnte, schnappte er sich Fabio Quartararo.
Danach war Binder lange Zeit auf Position 10 unterwegs. Nach dem Ausfall von Ai Ogura (Trackhouse Aprilia) zur Rennmitte, war er Neunter. In Runde 12 ging er an VR46-Pilot Franco Morbidelli vorbei. Danach ging es nicht mehr weiter nach vorn – Brad Binder überquerte die Ziellinie als Achter.
«Ab Samstagnachmittag wurde mein Wochenende besser. Im Sprint habe ich mich viel besser gefühlt, auch mit gebrauchten Reifen. Im Hauptrennen wusste ich, dass ich clever sein musste, um meinen Hinterreifen nicht zu verheizen. Vielleicht war ich etwas zu vorsichtig, denn am Ende hatte ich immer noch sehr viel Grip», grübelte der 30-Jährige. «Ich bin mehr happy als normal, weil sich das Bike etwas besser angefühlt hat. Ich konnte mehr pushen, es hat gut funktioniert. Die letzten beiden Wochenenden waren etwas besser. Es ist ein Fortschritt da. So muss es weitergehen.»
Brad Binder: «Wir konnten beim Bike einen großen Schritt machen»
Was hat er mit seiner KTM-Crew geändert, dass er sich jetzt mit der RC16 besser fühlt? «Der Hinterreifen fühlt sich nicht mehr so schwammig an und der Vorderreifen ist stabiler», erklärte Binder. Das schwammige Gefühl für den Hinterreifen habe dazu geführt, dass er in den Kurven zu sanft unterwegs gewesen wäre. «Du verlierst dann Zeit am Kurveneingang, in der Mitte und beim Ausgang.»
Binder verließ Silverstone somit etwas optimistischer – mit mehr Zuversicht für das nächste Event, das Ende August in Aragon über die Bühne geht. «Ja, das stimmt. Wir konnten beim Bike einen großen Schritt machen. Alles in allem kann ich mich nicht beschweren», bestätigte Binder.
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