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Für Red Bull KTM Factory Racing endete die Reise nach England mit einem beachtlichen MotoGP-Erfolg. Pedro Acosta holte alles aus der RC16, ließ Marc Marquez hinter sich und brachte Platz 5 ins Ziel.
Bereits im Sprint am Samstag hatte Acosta mit Platz 6 nach einem Start von Position 9 für Aufsehen gesorgt. Der Erfolg ging allerdings etwas im Gummi-Dilemma der Konkurrenz unter. Keine 24 Stunden später, nun war das Feld geschlossen mit dem mittleren Michelin-Hinterreifen unterwegs, hatte man in der Box von Acosta die richtigen Schlüsse gezogen.
Der Spanier klickte ab Runde 1 in den Vorwärts-Modus. Die beiden VR46-Piloten wurden noch vor der ersten Kurve erledigt. 5,9 Kilometer später hatte sich Acosta Alex Marquez und Ai Ogura geholt. Zwar musste der Youngster Alex Marquez wieder vorbeilassen, dafür lief er in Runde 7 auf den zukünftigen Teamkollegen Marc Marquez auf. Der KTM-Pilot hielt sich nicht lange auf, obwohl «MM93» anders als am Tag zuvor nicht komplett einbrach. Er drückte sich entschlossen vorbei und fuhr ein kleines Polster heraus. Den Vorsprung verteidigte er bis zur Linie.
Überhaupt hatte Acosta nach 20 Runden nur gut sechs Sekunden Rückstand auf den souveränen Sieger Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia). Zudem verriet die Rundenzeitentabelle, dass Acosta die nahezu identische Pace wie das Aprilia-Werks-Duo mit Martin und Bezzecchi fuhr – das ebenfalls auf dem Podest landete.
Acosta grinste nach Runde 12 auf der Insel: «Eine Überraschung, ja – aber ich habe immer gesagt, dass wir nicht so weit weg sind und im Bereich der Top 5 fahren. Dass wir dann heute auch mit Platz 5 abschließen auf einer Piste, die mir eigentlich nicht so liegt, das macht mich happy.»
Die entschlossene Attacke auf Marc Marquez spielte der 22-Jährige aus Murcia herunter, wieder mit einem Grinsen: «Nein, das war ein ganz normales Überholmanöver.» Positive Worte fand Acosta für seine Mannschaft: «Ich habe vor der Sommerpause sehr offene Worte benutzt – denn wir sind ja nicht weit weg von Platz 3 in der Meisterschaft. Aber wir brauchen zwei Dinge: Zuverlässigkeit – und die Fähigkeit, uns während eines Wochenendes zu steigern.»
Acosta weiter: «Es freut mich sehr, wie konstruktiv KTM darauf reagiert hat. Wir haben hier das Beste aus der Lage gemacht, wir haben uns verbessert und sind ohne Probleme durchgekommen.»
In der WM-Tabelle machte sich das starke England-Wochenende nur wenig bemerkbar. Denn Raul Fernandez, den Acosta verfolgt, patzte zwar im Sprint, dominierte dafür im GP. Als Sechster wuchs der Vorsprung auf Pecco Bagnaia auf 20 Punkte an. Gut tat das Resultat, dass auch von Platz 8 durch Brad Binder aufgewertet wurde, auch KTM in der Herstellerwertung – Platz 3 wurde gefestigt.
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