Alpine-Sonderberater Flavio Briatore nimmt McLaren und Ferrari ins Visier
Das Alpine-Team hat sich auf Platz 6 der Team-Tabelle in die Sommerpause verabschiedet. Sonderberater Flavio Briatore will sich damit nicht begnügen. Er will es mit den Spitzenreitern aufnehmen.
Das Alpine-Team ist in diesem Jahr deutlich stärker unterwegs als noch in der vergangenen Saison, die der Rennstall aus Enstone noch als Tabellen-Schlusslicht abgeschlossen hatte. Die Mannschaft von Formel-1-Urgestein Flavio Briatore belegt nach den ersten elf WM-Runden den sechsten Zwischenrang in der Team-Tabelle.
Der Vorsprung auf das siebtplatzierte Haas-Team ist gross, 40 Punkte trennen den ersten Verfolger des Alpine-Teams vom Rennstall des Renault-Konzerns. Der fünfte Rang ist hingegen in Reichweite, nur fünf WM-Zähler fehlen Briatores Truppe, um mit dem Visa Cash App Racing Bulls F1 Team gleichzuziehen.
Das liegt nicht zuletzt an der starken Mercedes-Antriebseinheit, die seit diesem im Heck der Alpine-Renner brummt. Das weiss auch Briatore, der sich nicht mit dem Kampf im Mittelfeld begnügen will. Im Gespräch mit «The Race» sagt der Italiener: «Wir haben alle Zutaten, um Siege einzufahren. Und das Abkommen mit Mercedes ist super, wir haben da den richtigen Partner gewählt.»
Flavio Briatore will es mit Ferrari und McLaren aufnehmen
Das Team investiere auch in die eigene Fabrik, betont der 76-Jährige, und erklärt: «Alles ist vorhanden, wir müssen nun einfach alles richtig zusammenbekommen. Und damit das gelingt, müssen wir etwas kreativer werden. Wir müssen auch mehr Risiken in Kauf nehmen, als wir es jetzt tun. Aber ich bin mir sicher, dass dieses Team das kann. Ich weiss nicht, warum wir nicht siegen. Ich weiss nicht, warum wir McLaren nicht schlagen. Und ich weiss auch nicht, warum wir Ferrari nicht übertrumpfen können. Das haben wir in der Vergangenheit hinbekommen. Und am Ende geht es nur darum, an das zu glauben, was man macht.»
Für Briatore steht fest: Die richtige Einstellung ist der entscheidende Erfolgsfaktor. «Ich weiss nicht, was die anderen Teams haben, das sehe ich nicht. Vielleicht hat irgendjemand bessere Einrichtungen. Aber es gibt da auch das Beispiel von Aston Martin. Dieses Team hat die beste Anlage der Welt, und den besten Konstrukteur, den man haben kann. Dennoch sind sie nicht konkurrenzfähig. Deshalb bin ich überzeugt, dass es nur darum geht, an einen möglichen Sieg zu glauben und mit vollen Einsatz auf dieses Ziel hinzuarbeiten.»
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