Fabio Quartararo (7.) überraschend im Q2: «Mussten unsere Chance nutzen!»
Fabio Quartararo (Yamaha) beendete das MotoGP-Zeittraining in Goiania auf Rang 7. Die Bedingungen haben ihm in die Karten gespielt. Danach war der Franzose viel optimistischer als noch am Donnerstag.
Fabio Quartararo reiste mit wenig Zuversicht nach Brasilien. In Thailand hatten die Yamaha-Piloten mit der neuen V4-M1 nichts zu bestellen. Von Konkurrenzfähigkeit ist man derzeit weit entfernt. Sein Pessimismus für das Rennwochenende in Goiania bestätigte sich dann im nassen FP1 am Freitagmittag, bei dem er auf dem 22. und letzten Platz landete.
Im MotoGP-Zeittraining am Nachmittag folgte für den Franzosen die Wende. Anfangs war er erneut im hinteren Teil des Feldes zu finden, doch kurz bevor sich die Bedingungen rund 20 Minuten vor dem Ende der Session aufgrund des Regens verschlechterten, preschte Quartararo auf Rang 7 nach vorn – auf Johann Zarco (Honda), der die schnellste Zeit fuhr, hatte er eine gute halbe Sekunde Rückstand. Somit tritt der Yamaha-Werksfahrer am Samstag im Q2 ein.
Kleines Zeitfenster optimal genutzt
«Wir wissen, was wir haben, weshalb wir unsere Chance mit den schwierigen Bedingungen und der neuen Strecke nutzen mussten», meinte Quartararo in der anschließenden Medienrunde. «Das Zeitfenster war sehr klein, ich war zudem mit gebrauchten Reifen unterwegs. Ich glaubte zunächst, dass der Regen gleichbleibt, doch dann wurde er stärker. Es war gut, vor allem, weil ich auf dem Reifen schon 16 Runden draufhatte. Es war positiv.»
Quartararo hörte sich nach der starken Trainingssession somit schon viel zuversichtlicher an. Wie gefällt ihm die Strecke? «Ich mag den Kurs, er fühlt sich nicht so klein an. Klar, eine Runde ist kurz, aber es fühlt sich viel größer an als zum Beispiel der Sachsenring», erklärte er. «Ich denke, dass die Strecke bei komplett trockenen Bedingungen sehr viel Spaß macht.»
Überholmanöver derzeit nicht die größte Sorge
Glaubt Quartararo, dass es schwierig ist, hier zu überholen? «Ja. Momentan sind Überholmanöver aber nicht unser größtes Problem, da wir in vielen anderen Bereichen unsere Probleme haben», schmunzelte der 26-Jährige. «Da es eine flüssige Strecke ist, ist es generell schwieriger zu überholen. Es ist aber ein positives Zeichen, dass wir im Q2 sind.»
Ein gutes Zeichen ist auch, dass die anderen Yamaha-Piloten ebenfalls gut dabei waren. Rookie Toprak Razgatlioglu beendete das Zeittraining als Dritter, Jack Miller und Alex Rins auf den Rängen 12 bzw. 13. Für Samstag und Sonntag sind erneut wechselhafte Bedingungen vorausgesagt. Es wird sich zeigen, ob die M1-Piloten daraus erneut Kapital schlagen können.
Ergebnisse MotoGP Zeittraining, Goiania (20. März):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Johann Zarco (F)
Honda
1:21,257 min
2.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,125 sec
3.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+0,308
4.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+0,309
5.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,493
6.
Alex Marquez (E)
Ducati
+0,538
7.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,568
8.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+0,625
9.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,710
10.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,810
11.
Luca Marini (I)
Honda
+0,831
12.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+0,873
13.
Alex Rins (E)
Yamaha
+0,875
14.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,969
15.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+1,098
16.
Joan Mir (E)
Honda
+1,135
17.
Brad Binder (ZA)
KTM
+1,435
18.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+1,476
19.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+1,633
20.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+2,043
21.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+2,644
22.
Enea Bastianini (I)
KTM
+4,706
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