Kritik an Honda: «So erreichen wir nie das Podium»
Als Siebter sorgte der Japaner Takaaki Nakagami im MotoGP-Rennen auf dem Circuit de Catalunya für das beste Honda-Ergebnis. «Ich kann nicht beschreiben, wie enttäuscht ich bin», sagte er in Spanien.
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Ohne Weltmeister Marc Marquez taugt Honda in diesem Jahr nicht viel. Cal Crutchlow laboriert an den Nachwirkungen seiner Unterarm-Operation, Alex Marquez fuhr in Montmelo erst sein achtes MotoGP-Rennen und von Test- sowie Ersatzfahrer Stefan Bradl darf man keine Großtaten erwarten. So war es wieder einmal an Takaaki Nakagami aus dem Team LCR Idemitsu, für das beste Honda-Ergebnis zu sorgen.
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Der Japaner wurde Siebter, auf Sieger Fabio Quartararo (Petronas Yamaha) verlor er 3,671 sec. "Zu Beginn war ich langsam", meinte Nakagami. "Als ich schneller wurde, war es zu spät. Gegen Rennende war ich der mit Abstand Schnellste auf der Strecke und hatte noch viel Grip am Hinterrad, weil ich mir den Reifen zu Beginn gut einteilte. Aber ich lag wieder einmal hinter Ducati-Fahrern und kam nicht vorbei. Kurvenmitte war ich sehr schnell, ich konnte ihnen aber nur hinterherfahren. Deshalb fehlte es mir dann in der Beschleunigung aus den Kurven hinaus. Ich hatte nicht einmal die Chance, ein Überholmanöver zu versuchen. Ich bin überzeugt davon, dass wir in diesem Rennen hätten gewinnen können. Deshalb bin ich über Platz 7 auch so enttäuscht – das ist gar nichts. So werden wir nie einen Podestplatz erreichen. Wir müssen überlegen, wie wir stärker werden, wenn wir in der Gruppe zu kämpfen haben. Momentan kann ich nicht sagen, dass ich positiv gestimmt bin." Woher nimmst du den Glauben, dass du hättest gewinnen können, hätte sich das Rennen anders entwickelt? "Die ersten drei Runden war ich auf der Bremse nicht sehr stark", analysierte der Honda-Pilot. "Da hatten alle mehr Grip als ich. Vielleicht habe ich die Reifen auch zu sehr geschont – vielleicht. Zu Rennbeginn muss ich mich in diesem Bereich eventuell verbessern. Die Lücke nach vorne wurde zu groß, da nützte es nichts, dass ich am Ende eine gute Pace hatte. Ich verlor zu viel Zeit und zu viele Positionen."
Ein Lichtblick: Nakagami konnte als einziger Fahrer in dieser Saison jedes Rennen in den Top-10 beenden. "Das ist positiv, ich peile aber das Podium an", unterstrich der WM-Siebte. "In einer so speziellen GP-Saison ist Konstanz sehr wichtig, man darf nicht stürzen und muss die Rennen beenden. Dann ergibt das am Ende auch eine gute Platzierung in der Meisterschaft. Daran denke ich während der Rennen aber nicht, sondern an die bestmöglichen Ergebnisse"
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1. Fabio Quartararo (F), Yamaha, 24 Runden in 40:33,176 min 2. Joan Mir (E), Suzuki, +0,928 sec 3. Alex Rins (E), Suzuki, +1,898 4. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +2,846 5. Jack Miller (AUS), Ducati, +3,391 6. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +3,518 7. Takaaki Nakagami (J), Honda, 3,671 8. Danilo Petrucci (I), Ducati, +6,117 9. Maverick Vinales (E), Yamaha, +13,607 10. Cal Crutchlow (GB), Honda, +14,483 11. Brad Binder (ZA), KTM, +14,927 12. Aleix Espargaro (E), Aprilia, +15,647 13. Alex Marquez (E), Honda, +17,327 14. Iker Lecuona (E), KTM, +27,066 15. Tito Rabat (E), Ducati, +27,282 16. Bradley Smith (GB), Aprilia, +28,736 17. Stefan Bradl (D), Honda, +32,643 – Miguel Oliveira (P), KTM – Valentino Rossi (I), Yamaha – Pol Espargaro (E), KTM – Johann Zarco (F), Ducati – Andrea Dovizioso (I), Ducati
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