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Yamaha-Testprogramm: Fernandez rackert für das Comeback der M1 2027

Yamaha nutze den Silverstone-GP für den vierten Wildcard-Einsatz von Augusto Fernandez. Sportlich trat der Entwicklungspilot nicht in Erscheinung – doch hinter dem Programm stecken andere Pläne.

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Nach Jerez, Barcelona und Assen trat Yamaha-Testfahrer Augusto Fernandez auch beim letzten Event in Silverstone per Wildcard an. Insgesamt sechs Auftritte sind Yamaha gestattet. Im von vielen Ausfällen geprägten GP-Rennen landete die fünfte Yamaha auf Platz 16 – Fernandez lief direkt hinter Rookie Toprak Razgatlioglu ein, der laut Fernandez eine Referenz in Sachen Speed bedeutet: «Mit dem Rennen war ich zufrieden. Am Ende konnte ich den Rückstand auf Toprak verkürzen. Es ist gut für mich, so nah an einer anderen Yamaha dran zu sein.»

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Erstaunlicher ist die Leistung von Fernandez mit Blick auf die eigentliche Aufgabe – testen. Der Spanier beendete alle acht Rennen und holte damit volle Punktzahl im Hinblick auf die Datenausbeute. Was von außen betrachtet nach gewöhnlichen Testfahrten in Renntempo ausschaut, das hat bei Yamaha höchsten Stellenwert.

Hintergrund ist der Generationenwechsel beim Antrieb, bei den einst so erfolgreichen Japanern. Ende 2025 wurde das Konzept des Reihen-Vierzylinders beerdigt. Bereits im Spätsommer hatte Fernandez mit der komplett neuen V4-M1 ebenfalls per Wildcard debütiert. Vorteil der Vorgehensweise unter Technik-Chef Max Bartolini: Yamaha testet in Wahrheit seit bald einem Jahr mit der Technik von 2027.

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Kein Vorteil ohne Nachteil – seit dem Schwenk mit vollem Fokus auf die neue 850er-Ära steht die Entwicklung der 1000er-MotoGP-Yamaha nahezu still. Vorangetrieben wird die Entwicklung nur in jenen Bereichen, die auch für die neue 850er Relevanz haben. Es ist kein Geheimnis, dass Yamaha die sportlichen Ambitionen 2026 der Entwicklung der 2027er-Yamaha unterordnet.

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Das Ergebnis heute erscheint fatal: In der Hersteller-WM ist man hoffnungslos abgehängt. Noch vor einem Jahr, ebenfalls an fünfter Stelle liegend, hatte Yamaha zur Sommerpause bereits sechzig WM-Punkte mehr auf dem Konto. Bester Yamaha-Pilot aktuell ist Fabio Quartararo auf Position 14, die anderen Athleten folgen auf 19 (Miller), 20 (Rins) und 21 (Razgatlioglu).

Yamaha: Abgeschlagen mit der 1000er – in Front mit der 850er?

Zurück zum vermeintlichen Vorteil. Stand heute dürfte kein anderer Hersteller weiter mit der 850er sein. Es spricht vieles dafür, dass die zuletzt von Augusto Fernandez eingesetzte 1000er wesentlich näher an der 2027er-M1 mit reduziertem Hubraum als am seit Monaten in der Basis unveränderten Prototyp liegt, der von den vier Stammfahrern bewegt wird.

Sicher ist: Die Yamaha-Mannschaft unter der Regie von Ex-Ducati-Techniker Bartolini hat wesentlich mehr zu bieten, als es der aktuelle Ergebnisspiegel wiedergibt. Yamaha bleibt nichts anderes übrig, als die Flucht ins neue Regelwerk. Mit dem frühen Projektstart und zwei frischen Piloten, die aktuell in der WM auf den Plätzen 1 und 3 liegen, will man in der kommenden Saison wieder an der Spitze stehen. Erste Antworten dazu wird es beim Valencia-Test am 1. Dezember geben, wenn Jorge Martin und Ai Ogura erstmals mit der 850er-M1 auf die Strecke gehen.

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Sicher ist dagegen jetzt schon, dass sich das Aufgabenfeld von Augusto Fernandez verändern wird. 2027 werden keine Aufrtitte von Wildcard-Piloten gestattet. Gegen die Konkurrenz kann der Moto2-Weltmeister dann nur noch als Ersatzpilot antreten.

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Pos

Fahrer

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Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Raúl Fernández

Raúl Fernández

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

25

20

39:45,930

1:58,457

25

02

Jorge Martin

Jorge Martin

Aprilia Racing

89

20

+2,538

1:58,900

32

03

Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

72

20

+3,393

1:58,880

23

04

Alex Márquez

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

73

20

+4,702

1:58,652

19

05

Pedro Acosta

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

37

20

+6,256

1:58,940

15

06

Fabio Di Giannantonio

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

49

20

+6,382

1:58,690

15

07

Marc Márquez

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

93

20

+9,550

1:59,152

10

08

Brad Binder

Brad Binder

Red Bull KTM Factory Racing

33

20

+22,288

1:59,497

8

09

Luca Marini

Luca Marini

Honda HRC Castrol

10

20

+23,845

1:59,591

7

10

Diogo Moreira

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LCR Honda

11

20

+25,411

1:59,644

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