Enea Bastianini nach Crash in Mugello: KTM muss eine Lösung dafür finden
Tech3-Ass Enea Bastianini war nach seinem Crash im MotoGP-Grand-Prix in Mugello sauer. Der Italiener erzählte danach, welches Problem er mit der RC16 hatte und forderte von KTM eine rasche Lösung.
Das MotoGP-Wochenende von Enea Bastianini fing eigentlich sehr gut an. Im Zeittraining am Freitag landete der KTM-Tech3-Pilot auf Platz 3, womit er sich locker den direkten Einzug ins Q2 am Samstag sicherte. Im Qualifying kam er über Position 11 nicht hinaus, die Ausgangslage für den Sprint und den Grand Prix war dennoch nicht so schlecht. Doch dann folgte das Desaster für den Italiener. Bastianini stürzte ein beiden Rennen – und das vor heimischem Publikum.
Im Grand Prix am Sonntag erwischte Bastianini einen Raketenstart und er preschte auf Rang 8 nach vorn. Danach konnte sich «La Bestia» bis zur Rennmitte in den Top-10 halten – bis zu seinem Crash in Kurve 10 in der zwölften Runde.
«Ich bin überrascht, denn im Rennen war ich sehr ambitioniert. Meine Pace am Freitag war sehr gut, auch mit dem Medium-Hinterreifen. Ich dachte mir, dass ich am Sonntag angreife und sehe, was dabei herauskommt. Das Limit ist immer der Vorderreifen, nach drei Runden haben wir von diesem keine Unterstützung mehr – das Bike wird dann unruhig. Auch auf der Geraden habe ich beim Anbremsen viele Bewegungen im Motorrad und das ist ein Desaster. Körperlich bist du nach fünf Runden am Ende», ärgerte sich Bastianini. «Ich weiß nicht, weshalb das so ist. Das kommt bei der KTM sehr oft vor – vor allem, auf der Geraden. Für die Zukunft müssen die KTM-Jungs eine Lösung finden. So geht es nämlich nicht.»
Keine Stabilität beim Anbremsen
Geht es bei der Geraden um die Stabilität? «Ja. Es ist, als ob ich auf der Geraden kein Gewicht auf dem Vorderrad habe», bestätigte der 28-Jährige. «Am Sonntag hatte es mehr Wind. Auch in Austin hatte ich dieses Problem im Qualifying – dort war es auch etwas beängstigend. Es ist sehr schwer, das Bike so zu fahren. In den Bremszonen habe ich keine Stabilität.»
Am kommenden Wochenende geht es bereits mit dem Ungarn-GP weitet. Ist der Stop-and-Go-Kurs im Balaton Park besser geeignet für die KTM? «Ja, es ist eine langsamere Strecke. Ich denke, dass dies für uns besser ist», blickte Bastianini voraus. «Letztes Jahr war dort unser Speed gut. Dieses Jahr habe ich die Probleme an der Front. Ich hoffe, wie ich schon sagte, dass sie etwas finden. Die Meisterschaft ist lang und ich möchte nicht in dieselbe Situation kommen. Es ist seltsam mitanzusehen, wie ich in den Rennen Positionen verliere.» Bastianini ist für gewöhnlich einer der Fahrer, der in den Rennen, insbesondere in der zweiten Hälfte, aufholen und Positionen gutmachen kann.»
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