MotoGP, Q1, Silverstone: Iker Lecuona überraschte, Bagnaia enttäuschte
Bei Top-Bedingungen gingen die Q1-Teilnehmer der MotoGP volles Risiko. Franco Morbidelli und Ersatzfahrer Iker Lecuona schafften den nachträglichen Q2-Einzug. Pecco Bagnaia enttäuschte, Startplatz 16.
England verwöhnt die Motorrad-Weltmeisterschaft auch am Sprint-Samstag mit Beständigkeit in Form einer überaus stabilen Wetterlage. Wie bereits am Freitag konnten die Athleten aller Klassen bei sehr guten Bedingungen um Bestzeiten kämpfen. Besetzt war das erste Qualifying ohne Aprilia-Piloten – alle RS-GP-Fahrer hatten sich mühelos ins Q2 gefahren.
An Prominenz mangelte es dennoch nicht. Pecco Bagnaia musste sich der Herausforderung genauso stellen wie Silverstone-Spezialist Enea Bastianini, der 2024 den Jubiläums-GP der Königsklasse auf der Insel gewonnen hatte. Unbedingt ins Q2 weiterziehen wollte auch Franco Morbidelli. Der VR46-Pilot war im FP1 und Zeittraining lange vorne dabei. Nicht zu vergessen war auch Fabio Quartararo, der sich beim letzten Besuch der MotoGP mit Rundenrekord die Pole-Position geholt hatte. Im Zeittraining war der Franzose aber nicht über Platz 17 hinausgekommen.
Los ging es um 11.50 Uhr englischer Zeit mit einer stürmischen Eröffnungsrunde von Rookie Diogo Moreira, der es auf 1:57,7 min brachte. Doch Franco Morbidelli war nochmals drei volle Zehntel schneller: 1:57,421 min für den VR46-Pilot. Auch Brad Binder war auf einer guten Runde, landete nach guten Sektorzeiten aber nur auf Platz 6. Besser kam Fabio Quartararo um den 5900 Meter langen Kurs. 1:57,773 min bedeuteten Platz 3 im ersten Anlauf.
Nach einem Stopp ging es wieder auf den Kurs. Nur zwei fliegende Runden blieben den 13 Piloten für den späten Sprung ins Q2. Bagnaia ging volles Risiko, markierte zunächst eine Sektor-Bestzeit, musste dann aber abdrehen. Direkt dahinter versuchte Diogo Moreira zu profitieren, musste dann aber auch abbrechen.
Voll durchzog dagegen Luca Marini, der Italiener verbesserte sich auf Platz 4. Dann legte Morbidelli nochmals nach: 1:57,173 min. Dahinter sorgte Iker Lecuona für die kleine Sensation. Der Ersatzfahrer folgte «Morbido» und schaffte es auf Platz 2. Die Vertretung von Fermin Aldeguer verwies Fabio Quartararo, Moreira und Marini auf die Plätze. Pecco Bagnaia schaffte nur die sechste Zeit – Startplatz 16 für den Doppelweltmeister. Während Cal Crutchlow Zehnter wurde, gelang Toprak Razgatlioglu nur der vorletzte (Start-)Platz.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






