Es war die Erlösung: Ex-Weltmeister Pecco Bagnaia gewann den Red Bull-GP in Austin, nachdem sein großer Widersacher Marc Marquez nach einem kleinen Fahrfehler den scheinbar sicheren Sieg wegwarf.
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Im texanischen Austin entstand eine Ausgangslage, die einem geographisch dort adäquaten Wild-West-Film würdig war. Hier der strahlende Held in der Person von Marc Marquez, dort der scheinbar Geschlagene, Chancenlose. Doch für den tragischen Protagonisten Pecco Bagnaia (28) hatte das dramatische Shoot-Out am Sonntag schließlich ein filmwürdiges Happy End. Nachdem sich sein Werks-Ducati-Teamkollege von der 2025er-Desmosedici abwerfen ließ, konnte auch MM93-Bruder Alex zum ersten Mal in dieser Saison nichts gegen den zweifachen MotoGP-Weltmeister ausrichten.
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Pecco Bagnaias erste Worte nach Rennende galten seinem Team: "Ich habe in den schwierigen letzten Wochen, wo ich auch etwas nervös wurde, viel Unterstützung vom Team erhalten. Sowohl von jedem Mechaniker wie aber auch von den Verantwortlichen". Diese Nestwärme schien dem Mann aus dem Piemont gut getan zu haben. "Ich weiß, dass ich schon immer etwas länger als andere Fahrer gebraucht habe, um richtig in Schwung zu kommen", war sich Pecco seiner größten Schwäche bewusst. Diese Aussage dokumentierte er auch am ersten Trainingstag in Austin, wo er nur Rang zehn belegte. Doch dann steigerte er sich kontinuierlich. "Ich hatte vor allem Probleme mit der Bremse beim Kurveneingang", gestand der nunmehr stolze 30fache Moto-GP-Sieger (damit ist er erfolgreichster Ducati-GP-Pilot aller Zeiten) ein. "Ich habe nun in Austin nun langsam das Gefühl gefunden, dass ich in den ersten Rennen vermisst hatte. Er glaube nicht, dass er mit der GP24-Ducati weniger Probleme hätte. "Letztes Jahr hatte ich in Austin große Sorgen. Im Sprint wurde ich nur Achter, im Rennen lediglich Fünfter", blickt der 214-fache GP-Starter auf das Rennen vor einem Jahr zurück. Überhaupt ist ihm mit Blick auf den Tabellenstand auch in seinen Titeljahren, noch nie ein derart erfolgreicher Saisonstart geglückt. Und der Punkterückstand zur Familie Marquez scheint nun mit elf, respektive zwölf Punkten auch wieder erträglich.
Trotz seinem Sieg betont Bagnaia aber auch: "Das Tempo von Marc Marquez war schlicht fantastisch. Es ist mir völlig bewusst, dass ich nur gewonnen habe, weil er stürzte. Klar, er fuhr sehr aggressiv und ich hatte schon in der Warm-up Runde bemerkt, dass in dieser Kurve der Kerb sehr rutschig war. Das Problem in Austin ist aber, dass man in einigen Kurven, auch in dieser Kurve vier, über die Kerbs muss, um schnell zu sein. Nach dem Sturz von Marc musste ich weiterhin hart kämpfen, um die Führung gegenüber Alex etwas auszubauen."
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Für die Weltmeisterschaft hätte der Grand Prix der USA keinen besseren Ausgang nehmen können. Für Ducati ebenfalls nicht – in der Herstellerwertung setzte sich das Werk aus Bologna weiter vom Rest des MotoGP-Universums ab.
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