Pedro Acosta fordert nach Brünn-Ausfall: «KTM muss Antworten liefern!»
Nach dem Sturz im MotoGP-Sprint folgte für Pedro Acosta am Sonntag in Brünn der nächste Rückschlag: Der Motor seiner KTM stellte in der letzten Runde ab. Er versteht die Strafe gegen Marco Bezzecchi.
Nach zwei Ausfällen an einem Wochenende war Acosta die Frustration anzuhören. Im Grand Prix rollte der KTM-Pilot kurz vor dem Ende aus. «In einem Moment war ich nicht einmal enttäuscht. Ich habe nichts falsch gemacht. Was nicht in meiner Hand liegt, kann ich nicht ändern», erklärte der Spanier resigniert. Die Forderung geht an den österreichischen Hersteller: «Jetzt ist es Zeit für KTM, ein paar Antworten zu liefern und zu analysieren, warum wir diese Zuverlässigkeitsprobleme haben – weil ich davon schon einige hatte.»
Reifendruck zu hoch – Acosta fiel zwischenzeitlich zurück
Auf die Frage, warum das Motorrad stehengeblieben sei, bestätigte Acosta: «Es ist das gleiche Problem, dass ich am Freitag hatte. Einfach abgeschaltet.» Eine Verbindung zu seinem Ausfall in Barcelona schloss er aus: «Nein, das sind zwei verschiedene Dinge.»
Bis zum abrupten Ende sei das Rennen alles andere als eine Katastrophe gewesen, betonte Acosta. Seine Pace habe für die Top-5 gereicht. Zwischendurch sah es aus, als hätte er Probleme – die hatte er auch, sein Vorderreifendruck war zu hoch, weshalb er viel Zeit verlor und hinter Di Giannantonio und Mir zurückfiel. Es gelang dem KTM-Ass allerdings, den Reifen wieder ins Arbeitsfenster zu bringen. «Ich war wieder auf meiner Position, und dann war das Rennen einfach eine Runde zu lang.» Der Reifendruck habe allerdings keine Verbindung zu dem Defekt.
Fall Bezzecchi: Acosta findet Strafe hart, aber in Ordnung
Auf die Frage, wo man im Vergleich zur Konkurrenz steht, antwortete Acosta: «Wir wissen, dass wir nicht auf dem Niveau sind, um mit Aprilia und Ducati zu kämpfen.» Außerdem glaubte er nicht, dass er am Sonntag schneller als «Diggia» gewesen wäre.
Zum Sturz und dem anschließenden Verhalten von Marco Bezzecchi im Kiesbett am Samstag – inklusive der folgenden Strafe – positionierte sich Acosta nicht. Auch zur Höhe der Sanktion hielt er sich zurück, ordnete die Rennsperre aber als nachvollziehbar ein. «Das war eine harte Strafe, die schwerste, die ich je gesehen habe. Aber ich denke, es war die richtige.» Sein Verständnis begründete er mit Respekt gegenüber allen Beteiligten im Hintergrund. «Ohne die Streckenposten fahren wir schlicht nicht. Das ist eher eine Respekt-Strafe.»
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