Problem: Baldassarri bekommt seinen Speed nicht in Ergebnisse umgemünzt.
Das Heimrennen von Go Eleven Ducati sollte ein Highlight werden, doch in Misano lief einiges schief. Am Speed lag es nicht, dass Lorenzo Baldassarri nicht in die Nähe der Podestplätze kam.
Mit Platz 3 im ersten Saisonrennen meldete sich Lorenzo Baldassarri auf Phillip Island eindrucksvoll in der Superbike-WM zurück – tatsächlich fuhr der Italiener am ersten Rennwochenende mehr Punkte ein, als 2023 in der gesamten Saison mit GMT94 Yamaha.
Baldassarri etablierte sich anschließend als zuverlässiger Top-8-Pilot, mit Ausreißern nach oben und unten – unter anderem ein weiterer dritter Platz im Superpole-Race in Ungarn oder ein 13. Platz im Sprint in Assen. Misano vor einer Woche hätte eines der besseren Rennwochenenden werden können. Wurde es aber nicht. Nach Startplatz 5 stürzte der Italiener im ersten Lauf am Samstag vor seinen Landsleuten auf Platz 4 liegend in der fünften Kurve.
«Bis zum Qualifying lief alles gut. Es tut mir leid, dass mir vor meinem Heimpublikum im Rennen ein Fehler unterlaufen ist», bedauerte der Ducati-Pilot. «Ich habe versucht, auf das Podium zu fahren, und habe mich gut gefühlt. Ich wusste, dass ich ein gutes Tempo hatte, aber in Kurve 5, als ich geschaltet habe, ist die Front weggebrochen und ich konnte das nicht mehr retten.»
Nach Platz 5 im Sprint endete der zweite Lauf für den 29-Jährigen glanzlos als 15. – obwohl er die drittschnellste Rennrunde fuhr. Zuvor hatte der Go Eleven-Pilot jedoch in Runde 4 zwanzig Sekunden verloren.
«Leider kam es in den ersten Runden zu einigen Berührungen, und beim Herausfahren aus der Quercia habe ich erneut einen anderen Fahrer gestreift, wodurch sich mein Stiefel öffnete. Ich hätte fast die Kontrolle verloren und musste anhalten, um ihn wieder anzuziehen. Ich bin wieder ins Rennen gegangen, aber da waren alle schon weit weg», schilderte Baldassarri seine Begegnung mit Xavi Vierge (Yamaha). «Später habe ich mein Pace gesehen und war deutlich schneller als der Drittplatzierte. Ich war auf gebrauchten Reifen sehr effizient, und das habe ich heute bestätigt. Ich nehme das Gefühl auf dem Motorrad und das Tempo, das ich auf der Strecke hatte, mit nach Hause, und darauf möchte ich aufbauen!»
Klar ist: Mit nur sechs WM-Punkten war ausgerechnet das Heimrennen für Baldassarri und sein Team eines der schlechtesten Meetings der Superbike-WM 2026. «Wir verlassen Misano mit einem bitteren Nachgeschmack», gab Balda zu. «Wir sind derzeit schnell, aber es gelingt uns nicht, die Ergebnisse nach Hause zu bringen.»
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