Erbarmungslos durchgereicht: Simon Längenfelder (KTM) hadert mit Problemen
Titelverteidiger Simon Längenfelder (KTM) startete perfekt, beendete aber die 9. Etappe der MX2-WM in Montevarchi mit einem 3-12-Ergebnis nur auf Gesamtrang 6 und fiel in der WM-Tabelle auf P4 zurück.
Die Saison begann für Simon Längenfelder vielversprechend. Der Deutsche gewann drei der ersten vier Grands Prix und stand bei jedem Grand Prix auf dem Podium. Danach hatte er ziemlich viel Pech. In Montevarchi gab es hoffnungsvolle Zeichen, aber die Trendwende blieb aus.
Trendwende im Trentino
Nach fulminantem Saisonstart begann der Abwärtstrend im ersten Lauf der 5. Etappe im Trentino: Sichtprobleme, Krankheit beim Heim-Grand-Prix und dann der heftige Abflug im zweiten Lauf von Kegums. Seit WM-Runde 4 stand Längenfelder nicht mehr auf dem Grand-Prix-Podium.
In Montevarchi erbarmungslos durchgereicht
Am vergangenen Wochenende in Montevarchi (WM-Etappe 9) zog er in beiden Rennen den Holeshot. Starts sind bekanntlich wichtig, aber eben nicht alles. Zu Beginn des ersten Laufs kontrollierte er das Rennen, nach der Hälfte wurde es zunehmend schwierig, doch Platz 3 hinter Guillem Farres (Triumph) und Sacha Coenen (KTM) ging am Ende noch in Ordnung. Im zweiten Lauf zog er erneut den Holeshot, doch diesmal ging es noch schneller und noch erbarmungsloser nach hinten: Schon nach der ersten gezeiteten Runde wurde er bis zum 8. Platz durchgereicht. Längenfelder wirkte wie ausgewechselt und orientierte sich eher nach hinten als nach vorne. Zu Beginn schien er auf der glatten Strecke einfach keinen Rhythmus gefunden zu haben, aber die Lage besserte sich nicht – im Gegenteil: Er musste Fahrer passieren lassen, die normalerweise nicht in seiner Leistungsklasse unterwegs sind und beendete den zweiten Lauf schließlich auf Platz 12.
Spekulationen über die Ursachen
Die wahren Ursachen seiner Probleme bleiben weiterhin unklar und werden offiziell nicht kommentiert. MXGP-TV-Moderator Paul Malin brachte seine Fitnessprobleme mit einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus in Verbindung, von der viele Fahrer betroffen sind. Besonders in Stresssituationen können Symptome wie Immunschwäche, Müdigkeit und allgemeiner Leistungsverlust reaktiviert werden.
Meine Holeshots waren das einzige Positive an diesem WochenendeSimon Längenfelder
Auf WM-Rang 4 zurückgefallen
Längenfelder macht gerade eine frustrierende Zeit durch. In der Meisterschaftswertung ist er nach 9 von 19 Grands Prix mit einem Rückstand von 59 Punkten auf den vierten Platz zurückgefallen. Das bedeutet nicht, dass er die Titelverteidigung abschreiben muss, aber eine Trendwende zum jetzigen Zeitpunkt wäre dringend notwendig.
«Ich bin mit einem guten Gefühl nach Italien gekommen», kommentierte Längenfelder die Situation. «Die Holeshots waren das einzig Positive an diesem Wochenende. Mit meinem Rennen bin ich natürlich selber unzufrieden, aber ich werde nicht aufhören zu kämpfen.» Schon am kommenden Wochenende geht es in Agueda (Portugal) mit WM-Etappe 10 weiter.
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