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EWC-Kalender 2027: Herstellerwunsch nach mehr Rennen bleibt unerfüllt

Die Langstrecken-WM hält 2027 an ihren vier etablierten Veranstaltungen fest. Obwohl sich die beteiligten Werke mehr Rennen wünschen, bleibt eine Erweiterung vorerst aus.

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Die Verantwortlichen der Langstrecken-Weltmeisterschaft haben den Kalender für die Saison 2027 vorgestellt. Große Überraschungen gibt es nicht: Die FIM EWC wird erneut nur vier Veranstaltungen umfassen und gastiert auf denselben Rennstrecken wie in der abgelaufenen Saison. Zwei 24-Stunden-Rennen und zwei 8-Stunden-Rennen bilden weiterhin das Fundament der Meisterschaft.

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Damit bleibt ein zentraler Wunsch der beteiligten Motorradhersteller unerfüllt. Die Werke sprechen sich geschlossen für eine Erweiterung des Kalenders aus. Schließlich ist eine Weltmeisterschaft mit lediglich vier Veranstaltungen ungewöhnlich kompakt. Dennoch setzen die Verantwortlichen auch 2027 auf Kontinuität statt auf zusätzliche Rennen.

Die Zusammensetzung des Kalenders entspricht damit bereits zum dritten Mal in Folge demselben Muster. Schon 2025 und 2026 standen Le Mans, Spa-Francorchamps, Suzuka und das Bol d’Or auf dem Programm.

Le Mans eröffnet erneut die Saison

Den Auftakt bilden traditionell die 24 Stunden von Le Mans. Vom 8. bis 11. April gastiert die EWC auf dem Bugatti Circuit in Frankreich. Das erste Saisonrennen ist zugleich eine der größten Herausforderungen des Jahres: Bei einem 24-Stunden-Rennen können bereits zum Auftakt erhebliche Punktabstände zwischen den Titelkandidaten entstehen.

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Anfang Juni folgt der erste der beiden 8-Stunden-Läufe. Am 4. und 5. Juni macht die Meisterschaft auf der traditionsreichen Rennstrecke von Spa-Francorchamps in Belgien Station. Nachdem die Veranstaltung in der Vergangenheit ebenfalls über 24 Stunden ausgetragen wurde, hat sich inzwischen das kompaktere 8-Stunden-Format etabliert.

Nur vier Wochen später steht bereits der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Vom 2. bis 4. Juli gastiert die Langstrecken-WM im japanischen Suzuka. Die 8 Stunden von Suzuka genießen insbesondere bei den japanischen Herstellern einen enormen Stellenwert. Honda, Yamaha und Suzuki haben bei ihrem Heimrennen traditionell besonders große Ambitionen.

Für die europäischen Hersteller gewinnt die Veranstaltung ebenfalls zunehmend an Bedeutung. Nicht zuletzt BMW hat mit seinen jüngsten Leistungen gezeigt, dass die japanischen Werksteams auch auf ihrer prestigeträchtigen Heimstrecke ernsthafte Konkurrenz bekommen haben.

Bol d’Or bleibt das große Saisonfinale

Anschließend verabschiedet sich die Meisterschaft in eine mehr als zweimonatige Rennpause. Erst vom 16. bis 19. September findet mit dem Bol d’Or auf dem Circuit Paul Ricard das vierte und letzte Saisonrennen statt.

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Das französische 24-Stunden-Rennen wird damit erneut über die Vergabe des WM-Titels entscheiden. Wie groß die Bedeutung des Saisonfinales ist, zeigte sich erst 2026: BMW gelang es beim Bol d’Or, den Rückstand auf Titelverteidiger YART aufzuholen und als erster europäischer Hersteller die Langstrecken-Weltmeisterschaft zu gewinnen.

Vier Rennen sind den Herstellern zu wenig

Sportlich vereint der Kalender zweifellos vier der prestigeträchtigsten Veranstaltungen des Langstreckenrennsports. Dennoch bleibt die geringe Anzahl an WM-Läufen ein Kritikpunkt.

Die beteiligten Werke und viele Fahrer wünschen sich geschlossen zusätzliche Veranstaltungen. Eine Erweiterung würde nicht nur mehr Möglichkeiten bieten, die Motorräder im internationalen Wettbewerb zu präsentieren, sondern auch die sportliche Aussagekraft der Weltmeisterschaft erhöhen.

Bei lediglich vier Rennen haben technische Defekte, Stürze und andere unvorhergesehene Ereignisse einen besonders großen Einfluss auf den Ausgang der Meisterschaft.

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