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Pol Espargaró (KTM): «Kritikern das Maul gestopft»
Pol Espargaró ist erleichtert und zuversichtlich für die nächsten Rennen. «Wir haben bewiesen, der Stahlrahmen und die WP Suspension sind konkurrenzfähig.»
MotoGP
Im Artikel erwähnt

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Pol Espargaró liegt nach dem starken sechsten Platz beim Frankreich-GP auf Platz 9 der MotoGP-WM, er hat Maverick Viñales und Jorge Lorenzo hinter sich. Der 27-jährige Spanier setzte als einziger der vier KTM-Piloten eine RC16 mit allen neuen Komponenten ein. Da geht es um eine längere Schwinge (aus Karbon), um einem geänderten Lenkkopfwinkel und neue Motorteile, die die Fahrbarkeit und die Kraftentfaltung verbessern.
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Der Red Bull-KTM-Werkspilot aus Spanien ist inzwischen das unumstrittene Aushängeschild der MotoGP-Kampagne der Österreicher geworden. Der angriffslustige und kampfstarke Moto2-Weltmeister von 2013 hat viel dazu beigetragen, das einzigartige KTM-Konzept mit dem Gitterrohrstahlrahmen und der WP Suspension erfolgreich in die Auslage zu stellen. Zur Erinnerung: Ducati setzte bei der Desmosedici von 2003 bis 2009 einen Stahlrahmen ein. Casey Stoner gewann damit im ersten Jahr der 800-ccm-Ära 2007 die erste und bisher einzige MotoGP-Weltmeisterschaft für die Roten. Nach zwei weiteren Jahren wechselte Ducati-Ingenieur Filippo Preziosi auf das seltsame Karbonfiber-Monocoque-Chassis, ehe 2012 auf Drängen von Valentino Rossi ein Alu-Chassis gebaut wurde – wie es alle damaligen Gegner verwendeten. "Wir nützen jetzt die Stärken der KTM besser aus und dringen in neue Grenzbereiche vor", stellte der WM-Neunte Pol Espargaró fest. Er schwebte nach Platz 6 in Le Mans auf Wolke 7. "Jetzt sehe ich, dass die Gegner keine Götter sind, sie haben einfach konkurrenzfähige Motorräder."
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Der 27-jährige Pol Espargaró hat in drei Tech3-Yamaha-MotoGP-Jahren keinen Podestplatz errungen, aber er war im zweiten Jahr 2015 bereits WM-Sechster. Trotzdem vertraute ihm Yamaha nie einen Platz im Werksteam an, deshalb wechselte er für die Saison 2017 zu KTM. Inzwischen hat er sich im MotoGP-Feld viel Respekt verschafft.
"Es war schön zu sehen, dass ich beim fünften Grand Prix mit vielen Stars fighten konnte. Valentino Rossi hat wirklich gepusht hat und mir im Rennen von Le Mans trotzdem nie wirklich davon fahren konnte", freute sich Pol. "In 27 Runden hat er mich nur um 2,9 sec distanziert. Auch HRC und Marc konnten uns nur um etwas mehr als fünf Sekunden abschütteln. Das ist einfach atemberaubend. Wir wissen jetzt, wir können mit den Besten mitkämpfen, wenn uns ein gutes Wochenende gelingt wie in Le Mans. Wir müssen noch paar Dinge verbessern. Wenn wir das schaffen, können wir um das Podest kämpfen – auch auf anderen Pisten. Gleichzeitig müssen wir mit den Füssen auf dem Boden bleiben. Wir dürfen nicht abheben. Jetzt steht der Mugello-GP vor der Tür. Wir werden uns bemühen, dort ähnlich abzuschneiden wie in Frankreich. Auf jeden Fall wollen wir dort besser abschneiden als im Vorjahr und bei den Rennen vor Le Mans."
Pol Espargaró lobte die technischen Fortschritte von KTM, die er bereits an den zwei Jerez-Testtagen am Montag und Mittwoch nach dem Spanien-GP gespürt hatte. "Leider hatten wir dieses Material noch nicht für das Rennen in Jerez, wir hätten dort Profit daraus schlagen können. Wir haben eine große Performance-Steigerung beim privaten Jerez-Test am Mittwoch gesehen. KTM hat sich dann schwer getan, genug von diesen neuen Teilen nach Le Mans zu bringen. Aber sie sind Österreicher! Und wenn sie sich etwas einbilden, dann setzen sie es um. Das freut mich unheimlich, das spornt mich an. Es ist fantastisch, wenn wir jetzt beweisen, wie gut dieser Stahlrahmen und diese WP Suspension funktioniert. Ich bin glücklich, weil wir jetzt einigen Kritiker das Maul gestopft haben. Viele ‘Experten‘ haben uns prophezeit, dieses mutige Konzept werde nie funktionieren. Aber jetzt haben wir den Beweis. Es klappt!" WM-Stand nach 5 von 19 Rennen
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