Toprak über Nicolo Bulega: «Er hat es verdient, in die MotoGP aufzusteigen»
Superbike-Dominator Nicolo Bulega wird 2027 in die MotoGP wechseln und dort im VR46-Team von Valentino Rossi eine Ducati Desmosedici fahren. Was sein einstiger Rivale Toprak Razgatlioglu dazu sagt.
Obwohl Toprak Razgatlioglu in Mugello nur die Ränge 17 und 16 erzielte und somit keine WM-Punkte holte, war er glücklich. Mit seiner Pramac-Crew hat er am Rennsonntag in der Toskana etwas gefunden, damit er mit seiner Yamaha M1 ein besseres Gefühl hatte. Der Schritt nach vorn ist in einer deutlichen Veränderung bei seinem Motorrad begründet. «Der Schlüssel ist die Motorbremse! Wenn ich das spüre und mit ihrer Hilfe die Bremse nutzen kann, dann ist das das Gefühl, das ich brauche», freute sich der Rookie in der Medienrunde nach dem Grand Prix.
Zeitgleich zum MotoGP-Wochenende in Mugello gastierte die Superbike-WM im spanischen Aragon. Von dort drang die Meldung durch, dass Dominator Nicolo Bulega, der im MotorLand alle drei Rennen gewinnen konnte,
Somit werden Razgatlioglu und Bulega 2027 wieder gegeneinander antreten – dieses Mal in der MotoGP. Die beiden lieferten sich in der Superbike-WM in den Jahren 2024 und 2025 jeweils einen spannenden Titelkampf – beide Male konnte sich Toprak mit der BMW durchsetzen.
Das sagt Toprak zum MotoGP-Aufstieg von Nicolo Bulega
Bulega gewann in Aragon am Sonntag sein 22. Rennen in Folge. Er und seine Ducati waren in diesem Jahr bislang in der seriennahen Weltmeisterschaft unschlagbar. Hat es der Italiener verdient, in die MotoGP aufzusteigen? «Ich finde, dass es Bulega verdient hat, in die MotoGP aufzusteigen, denn er ist ein wirklich schneller Fahrer», meinte Toprak in Richtung seines einstigen Rivalen. «Außerdem fährt er eine Ducati. Ich glaube, er hat eine gute Chance. Und er ist noch jung – er ist 26. Ich finde, sein Fahrstil passt zur MotoGP. Und wenn Ducati ihn hierherholt, glaube ich, dass er gute Ergebnisse erzielen wird. Er ist in der Superbike-WM wirklich stark, er muss in die MotoGP kommen. Mit Ducati ist es besser, denn er ist mit ihnen groß geworden. Das ist meine Meinung.»
Fakt ist, dass Toprak und Bulega, neben den Fahrern, die 2027 aus der Moto2 aufsteigen, im MotoGP-Paddock als Einzige über viel Erfahrung mit den Pirelli-Reifen verfügen. Und mit dem 850er-Motorrad wird Nicolo Bulega bis zum offiziellen MotoGP-Test in Valencia im November schon viele Runden abgespult haben. Somit befinden sich die einstigen Superbike-Rivalen nächstes Jahr in einer guten Ausgangsposition.
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