Rolde: Heimat der TT – und der schnellsten Kathedrale
Vor 100 Jahren begann die einzigartige Rennsportgeschichte der Dutch TT. Ausgangspunkt war 1925 nicht Assen sondern das nahe Rolde. Und auch die berühmte Kathedrale fehlt in der wahren Geschichte der TT nicht.
Die Geschichte des TT Circuit, auch "Cathedral of Speed" genannt, geht auf das Jahr 1925 zurück, als das erste Rennen der Dutch Tourist Trophy (TT) auf öffentlichen Straßen in der Nähe von Assen ausgetragen wurde.
Diese frühe Version der Rennstrecke war eine 28,4 km lange Strecke, die sich zwischen Rolde, Borger, Grolloo, Schoonloo durch Dörfer und Landschaften schlängelte. Die Rennen wurden schnell zu einem Höhepunkt im europäischen Rennkalender und ist auch bei den Fans nach wie vor sehr beliebt.
Der erste Sieger in der 125er Klasse war der Italiener Nello Pagani auf einer Mondial, der gleichentags auch die Königsklasse auf einer Gilera gewann.
Die erste TT fand am 11. Juli 1925 statt. Um die Zündung der in der Welt des Sports einzigartigen möglichst punktgenau zu feiert findet neben den
Das älteste Motorrad, das im Corso mitfährt ist eine französische Lurquin et Coudert von 1904. Das Motorrad, welches früher vom Niederländer Geert Timmer eingesetzt wurde, ist eine englische New Imperial von 1933 – so hat es der Organisator des Events, Johan de Vries, bestätigt.
Geert Timmer (1908-1978) ist der Vater von Mister TT Jaap Timmer. Nach Geert wurde in Assen die enge Schikane vor Start und Ziel benannt, wo schon einige Rennen (meist durch Stürze) entschieden wurden.
Zwischen der Saison 1949 bis einschliesslich 2015 wurden die WM-Rennen am Samstag durchgeführt. Seit 2016 ist die beliebte Dutch-TT jeweils Ende Juni am Sonntag im Kalender gefestigt. Dass die Rennen früher jeweils am Samstag stattfanden, weil der Pfarrer von Rolde besorgt war, dass die Einwohner dann dem Gottesdienst fernbleiben würden, ist aber eine Mär und hat sich nie bestätigt. Zudem fanden in den Niederlanden früher sämtliche Sportveranstaltungen nur an Samstagen statt.
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