Sprint-Sieger Marc Marquez hadert: «Kann nicht fahren, wie ich gerne will»
Trotz Chaos im Zeitplan blieb einer ganz cool: Ducati-Werkspilot Marc Marquez gewann den MotoGP-Sprint von Brasilien und setzte damit ein wichtiges Signal im Titelkampf.
Der Samstag in Brasilien begann turbulent. Nach heftigen Regenfällen war
Vom dritten Startplatz aus erwischte er einen soliden Start, musste sich zunächst hinter Fabio Quartararo (Yamaha) und Fabio Di Giannantonio (Ducati) einordnen. Der Spanier verlor hinter dem Yamaha-Piloten etwas Zeit, legte sich den Franzosen aber Eingangs der etwa ein Kilometer langen Geraden zurecht und überholte diesen.
Anschließend galt es für Marquez, die Verfolgung von Polesetter Fabio Di Giannantonio aufzunehmen, der sich einen kleinen Vorsprung in den ersten Runden aufbauen konnte und zeitweise einen Vorsprung von 1,2 Sekunden hatte. Doch Marquez blieb ruhig, fand seinen Rhythmus und begann, den Rückstand Zehntel für Zehntel jede Runde zu verkürzen.
Zur Rennmitte war die Lücke deutlich geschrumpft und der Anschluss war hergestellt. Beide Ducati-Piloten hatten außerdem eine Lücke zu den Aprilia-Piloten auffahren können. Marquez setzte sich hinter «Diggia» fest und wartete auf seine Chance.
Diese kam drei Runden vor Schluss: Di Giannantonio leistete sich einen kleinen Fehler, Marquez reagierte sofort und ging vorbei. In der Schlussphase hielt er dem Druck stand und brachte den Sieg mit 0,213 Sekunden Vorsprung ins Ziel.
Für Marquez war es der erste Sprint-Sieg seit über einem halben Jahr – und ein wichtiger Schritt nach den Verletzungen und Schwierigkeiten der vergangenen Monate. «Das ist ein wichtiger Sieg, da ich in Thailand einige Probleme hatte. Hier fühle ich, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben.»
Trotz des Erfolgs sieht der Spanier sich noch nicht in Top-Form: «Ich kann noch nicht so fahren, wie ich gerne würde. Ich muss mich weiter vorantreiben, das ist der Schlüssel zum Erfolg.» Mit Blick auf den Grand Prix bleibt Marquez fokussiert und warnt vor seinem härtesten Rivalen an diesem Wochenende. «Wir werden versuchen, das Rennen zu gewinnen, aber Di Giannantonio ist ziemlich schnell.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach