Trotz «cleverer Fahrt»: Platz 7 für Joan Mir kein Grund, stolz zu sein
Honda-Pilot Joan Mir steuerte die RC213V im MotoGP-Sprintrennen in Silverstone vom zwölften Platz noch vor auf Rang 7. Das Ergebnis des Spaniers wurde jedoch bereits vor dem Rennen beeinträchtigt.
Das Fazit Joan Mirs zu dessen Sprintrennen war ernüchternd: «Wenigstens haben wir das Maximum herausgeholt. Aber Platz 7 ist kein Resultat, auf das wir stolz sein sollten.» Dabei startete der Honda-Pilot von Platz 12 - 5 Ränge bei halber Renndistanz aufzuholen war also aller Ehren wert. Die halbe Miete war dabei der erste Umlauf, denn da hatte der Spanier schon 3 Plätze gewonnen.
Der 28-Jährige verlor jedoch in der Folge zunächst Zeit auf die vor ihm fahrenden Pedro Acosta und Alex Marquez und entschied sich, sich sein Rennen bewusst einzuteilen – auch aus Mangel an Alternativen: «Ich habe zu Beginn weniger attackiert. Aber selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich mit ihnen nicht mithalten können. Ich hatte Vibrationen, die das Verhalten meines Bikes in Kurven beeinflusst haben und normalerweise zerstörst du dir die Reifen, wenn du versuchst das auszugleichen. Ich habe das aber nicht gemacht, sondern bin kontrollierter gefahren.»
Vorsicht, die sich für den Mallorquiner auszahlte: «Dadurch hatte ich in der zweiten Hälfte noch genug Reserven, um Marc Marquez und Pedro Acosta anzugreifen, die tiefer in Probleme steckten. Dadurch habe ich mir den siebten Rang erkämpft. Ich glaube, ich bin clever gefahren, denn das war für uns das bestmögliche Ergebnis.»
Ein Ergebnis jedoch, das auch durch den zwölften Startplatz getrübt wurde. Denn weiter vorn in der Startaufstellung hätte Mir eigener Aussage durchaus stehen können, wenn auch «nur zwei oder drei Plätze.» Ein Missverständnis aufgrund eines abgefallenen Aerodynamikteils an Marco Bezzecchis Aprilia irritierte den Mann mit der Startnummer 36: «Ich war in meiner letzten Runde hinter Marc Marquez, als er in seine schnellsten Runde Gas wegnahm. Ich habe ein gelbes Panel gesehen, das als Warnung vor dem Teil gezeigt wurde, aber erst zu spät gesehen, dass das keine gelbe Flagge war. Ich habe aus der Situation den falschen Schluss gezogen.»
Ein Missverständnis, das die Piloten in der Safety Commission ansprechen müssten und eines, das den Ausgang von Mirs Qualifying negativ beeinflusst habe. «Wenigstens war es nur ein Aero-Teil und keines vom Chassis«, hielt Mir, der für 2027 bei Gresini-Ducati unterschrieben hat in England fest.
Die drei Punkte durch den siebten Rang im Sprintrennen beeinflussen den achtzehnten WM-Rang von Joan Mir nicht. Dem Honda-Mann fehlen vor dem Grand Prix am Sonntag fünf Punkte auf Markenkollege Johann Zarco.
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