Juan Pablo Montoya verrät: Das sollte den Mercedes-Gegnern Sorgen bereiten
Das Mercedes-Team hat in der ersten Saisonhälfte erwartungsgemäss dominiert – doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich die Gegner Sorgen machen müssen, sagt Juan Pablo Montoya.
Was sich bereits in den Vorsaison-Testfahrten abgezeichnet hat, wurde beim Saisonstart bestätigt: Mercedes ist in diesem Jahr das Mass aller Dinge und gibt das Tempo vor. Das spiegelt sich auch in den Zahlen: Acht der bisherigen elf Grands Prix in diesem Jahr hat einer der Mercedes-Piloten gewonnen, die ersten sechs GP-Siege gingen alle an einen der beiden Sternfahrer.
Kimi Antonelli führt die WM mit 50 Punkten Vorsprung an, doch sein erster Verfolger ist nicht etwa sein Teamkollege George Russell, sondern sein Vorgänger Lewis Hamilton. Der siebenfache Weltmeister ist einer von drei Gegnern der Mercedes-Piloten, die in diesem Jahr einen GP-Sieg errungen haben. Die anderen Beiden sind sein Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc und Weltmeister Lando Norris, der das jüngste Rennen vor den Toren der ungarischen Metropole Budapest für sich entschieden hat.
Die Gegner konnten diese Siege feiern, weil sie eifrig nachlegten und Updates ans Auto brachten. Mercedes hielt sich bisher mit Updates zurück, und das sollte den Kontrahenten Sorgenfalten bereiten, findet Juan Pablo Montoya. Der GP-Veteran erklärte im Gespräch mit dem Wettanbieter «www.betpack.com»: «Mercedes hat bisher keine grossen Updates auf die Strecke gebracht, während alle anderen Teams das getan haben, und sie sind beim Tempo immer noch nah dran. So gesehen sollten sich die anderen Teams Sorgen machen.»
«Aus Mercedes-Sicht ist es einfach, je länger sich das Team an der Spitze halten kann, ohne Verbesserungen ans Auto zu bringen, desto mehr Geld bleibt übrig, um auch mit Blick aufs nächste Jahr zu entwickeln», rechnet der Kolumbianer vor. Und er betont: «Die Frage ist, ob sich Mercedes selbst in eine unbequeme Lage bringen muss.»
Denn Montoya ist überzeugt: «In Zandvoort wird McLaren sehr, sehr schnell sein, und Red Bull Racing wird speziell mit Max Verstappen auch ziemlich konkurrenzfähig auftreten, denn der will bei seinem Heimrennen sicherlich zeigen, was er kann. Wir werden auch eine wirklich gute Performance von Ferrari sehen, es wird also alles zusammenrücken, und die Leistungsdichte wird so hoch ausfallen, dass es Mercedes nicht gefallen wird.»
Was muss der Spitzenreiter also tun? Die Antwort des siebenfachen GP-Siegers fällt klar aus: «Mercedes hat also keine Wahl, um vorne zu bleiben, muss das Team ein grosses Update bringen. Alle anderen haben ihre Karten bis zum Saisonende auf den Tisch gelegt. Wenn Mercedes also das nächste Paket auf die Strecke bringt, werden sie meiner Meinung nach den anderen weiter voraus sein. Das Team hält alle Asse in der Hand.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach




