Ai Ogura (Trackhouse/4.) zu Duell mit Marquez: «War nicht ganz sauber»
Japans MotoGP-Ass Ai Ogura schrammte in Mugello nur um Haaresbreite am Podium vorbei. Im Ziel sprach über seine Taktik in der Hitzeschlacht und Manöver gegen Champion Marc Marquez und Pecco Bagnaia.
Trackhouse-Aprilia-Ass Ai Ogura sorgte wieder einmal für viel Spannung und Unterhaltung in den letzten Runden eines Hauptrennens der MotoGP-WM. Der 25-jährige aus Tokio machte sich – nachdem er zuvor Fermin Aldeguer (Gresini Ducati), Weltmeister Marc Marquez und Pedro Acosta (Red Bull-KTM) kassiert hatte – in der letzten Runde mit einer außergewöhnlichen Pace noch auf die Jagd nach Ducati-Hero Francesco Bagnaia.
Ogura, der nur von Startplatz 13 losgefahren war, konnte Bagnaia das Podium sogar in der Zielkurve für ein paar Meter entreißen, ehe sich der mehrfache Mugello-Sieger auf der Innenlinie nochmals mit aller Entschlossenheit vorbeizwängen konnte. Am Ende gab es für den Japaner dennoch zahlreiche Gratulationen in der Box. Auch Aprilia-Manager Paolo Bonora jubelte dem stoischen Japaner voller Begeisterung zu: «Du hast es versucht – großartig! Ein tolles Rennen.»
«Diesmal bin ich vor allem super happy über meinen Start», freute sich Ogura. «Auch wie ich die ersten Kurven gefahren bin, war gut. Meine Pace war besser als die der Jungs um mich herum, speziell im Finish.» Zum Duell mit Bagnaia sagt Ogura: «Das Manöver in der letzten Runde war einen Versuch wert – ich wusste aber eigentlich, dass ich nicht auf dem Podium landen würde.»
Ogura analysierte: «Die Top-3 waren wirklich schnell. Ich denke, ich hätte da nicht mitgehen können, auch wenn ich direkt dahinter auf Platz 4 gewesen wäre. Aber bei Marc und Fermin war für mich die Pace okay. Ich konnte hinter ihnen Reifen sparen. Dann habe ich bei Fermin die Attacke gestartet, als ich gesehen habe, dass er in Schwierigkeiten war.»
Ogura ergänzte: «Fahrer wie Jorge Martin haben den Reifen wohl zu Beginn verbraucht, um eine Lücke herauszufahren. Das habe ich nicht getan. Es liegt immer am Fahrer und das war halt ihre Strategie. Mein Plan war es, den Reifen zu schonen und etwas für das Ende aufzusparen.»
Zum Duell mit Weltmeister Marc Marquez: «Es war nicht ganz sauber. Als er mich sah, hat er die Bremse losgelassen. Ich denke, Kurve 10 ist hier einer der kritischsten Punkte für den Vorderreifen. Es war dann zu spät, ich konnte mich nicht mehr umentscheiden. Ich konnte die Bremse nicht mehr härter ziehen, ich wäre sonst gestürzt. Als ich die Bremse losgelassen hatte, gingen wir beide etwas weit», so Ogura, der Italien mit elf Punkten Rückstand auf Acosta als WM-Fünfter verlässt.
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