Bagnaia (3.) biss für Mugello-Podium: «Ich habe Ai keinen Platz gelassen»
Zwischen 2022 und 2024 gewann Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia den Mugello-GP. Das MotoGP-Rennen beendete er dieses Jahr als Dritter und sorgte zum Schluss für ein Happy End bei den Ducati-Fans.
Am Sprint-Samstag überwog nach dem siebten Platz noch die Enttäuschung. Diese verflog nach einem starken Start im Rennen, in dem sich Francesco Bagnaia die Führung erkämpfte und in der ersten Rennhälfte das Feld anführte. Der Druck stieg allerdings von Runde zu Runde. «Es war schwierig, in den letzten Runden kämpfte ich sehr mit dem Hinterreifen», gestand er nach dem Rennen und zeigte auf seinen abgenutzten Reifen.
Der dritte Platz war keine Selbstverständlichkeit
Als Marco Bezzecchi und kurz darauf Jorge Martin an Bagnaia vorbeifuhren, hatte der Ducati-Werksfahrer fünf Sekunden Vorsprung auf die Verfolgergruppe. Normalerweise eine klare Sache, doch es wurde vermutet, dass «Pecco» sein Material in der ersten Hälfte zu stark beansprucht hatte. Nach und nach verlor Bagnaia den Anschluss an die beiden Aprilia-Fahrer und die Verfolgergruppe konnte Zehntel um Zehntel den ursprünglich üppigen Vorsprung verkürzen. Als Ai Ogura (Aprilia) die Verfolgung aufnahm, wurde es spannend. Zwei Runden vor Schluss hatte er noch 2 Sekunden Rückstand. In der letzten Kurve der letzten Runde setzte der Japaner zum Überholmanöver an, was Bagnaia kontern konnte.
«Ich sah, dass die Aprilias und Bezzecchi fantastische Arbeit leisteten.» Als Ai Ogura in der letzten Kurve vorbeizog, musste Bagnaia sofort reagieren: «Ich habe versucht, Ai keinen Platz zu lassen.» Ein knappes Beschleunigungsduell entschied das Podium zu Gunsten des Italieners. Wäre das Rennen eine Runde länger gewesen, hätte aber Ogura für einen erneuten Aprilia-Podium-Lockout gesorgt.
Endlich wieder ein richtiges Podiumsgefühl
Zwischen 2022 und 2024 gewann Bagnaia drei Mal in Folge in Mugello. Im vergangenen Jahr blieb er ohne Podium auf seiner Lieblingsstrecke, in Barcelona erbte er zuletzt einen dritten Platz durch die Strafe gegen Joan Mir. Mugello 2026 ist anders – ein erkämpftes Podium. «Danke an alle, danke an mein Team, das eine fantastische Arbeit geleistet hat», teilte er im Parc Fermé Lorbeeren aus und nahm Glückwünsche von Davide Tardozzi, Gigi Dall’Igna und Formel-1-WM-Leader Kimi Antonelli entgegen.
In der Weltmeisterschaft liegt Bagnaia mit 82 Punkten auf Rang sieben. Der Rückstand auf MotoGP-Leader Bezzecchi beträgt bereits 91 Zähler. Am kommenden Wochenende gibt es die nächste Chance für ihn, auf das Podium zu fahren, wenn es im Ungarn um WM-Punkte geht.
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