Jorge Martin (2.) über Mugello-Sieger Bezzecchi: «Eine Inspiration für uns»
Mit Rang 2 komplettierte Jorge Martin am Sonntag in Mugello den nächsten phänomenalen Aprilia-Doppelsieg und sprach danach über seinen Teamkollegen Marco Bezzecchi und den kurzen Gedanken an den Sieg.
Jorge Martin sorgte nach vielen Rückschlägen am Sonntag in Mugello für einen Aprilia-Doppelerfolg. Der 28-jährige Spanier kam 3,5 Sekunden hinter Sieger Marco Bezzecchi (27) über die Ziellinie. Martin wirkte in einer Phase des Rennens sogar, als könnte er das Duo Bezzecchi und Pecco Bagnaia attackieren. Später, als Bagnaia seinen Reifen verkocht hatte, schnappte Martin dann relativ locker zu und holte sich Position 2.
Martin: Bezzecchi als Inspiration
In der italienischen Jubeltraube um Bezzecchi und Bagnaia wirkte Martin im Parc Ferme fast ein wenig verloren. «Ich bin sehr glücklich, das Team hat wirklich toll gearbeitet», stellte Martin fest, nachdem er dem übermächtigen Bezzecchi im Parc Ferme gratuliert hatte. «Ich hatte ein paar Probleme, muss Aprilia aber sehr dankbar sein. Marco war enorm stark, ich muss ihm gratulieren. Für ihn ist es sicher ganz besonders, hier zu siegen. Aber es kann für uns auch eine Inspiration sein. Ich hoffe, das wird mir auch in Spanien gelingen.» Also bei seinem eigenen Heimrennen.
Martin: «Ich bin happy. Wir haben einen guten Schritt am Samstag gemacht. Es gibt noch Stellschrauben, an denen wir drehen müssen – Marco ist schneller als wir. Es war hier noch nicht die perfekte Kombination, ich hatte in einigen Passagen Problemen. Als ich an Pecco vorbei war, dachte ich einen Moment lang daran, an Marco ranzukommen. Aber er hatte einfach einen Gang mehr.»
Dann grübelte Martin: «Ich habe vielleicht auch ein wenig zu viel gemanagt. Marco ist im Attacke-Modus und es geht fast immer auf für ihn. Ich hatte auch physische Probleme am Ende – zu Beginn des Rennens auch. Marco ist aber auch meine Inspiration – ich werde aber auch weiter immer versuchen, meinen Teamkollegen zu besiegen. Ich fokussiere mich jetzt schon auf das Rennen am Balaton.»
«Pecco war wirklich stark, Gratulation», stellte Martin, der am Freitag einen neuen Speed-Rekord aufstellte, ebenfalls fest. Bezzecchi und Martin sagten dann noch beide: «Pecco, haben sie dir Zucker in den Tank reingetan? Das Ding lief ja mega!» Hinsichtlich der nächsten Aufgaben sagt Martin: «Erfahrung hilft immer. Stürze sind aber in unserem Sport unvorhersehbar – aber ich werde versuchen, alles unter Kontrolle zu haben.» In Barcelona vor zwei Wochen stürzte Martin mehrfach.
Bei Aprilia sorgte das Ergebnis von Mugello für grenzenlosen Jubel. Der sonst eher toughe Aprilia-Rennchef Massimo Rivola vergoss bereits gleich direkt nach der Zielflagge in der Box Tränen der Rührung. «Zu Beginn hat Marco versucht, die Bedingungen und die Reifen zu verstehen. Dann hat er gespürt, dass es funktioniert. Auch Gratulation an Jorge für sein tolles Rennen», jubelte Aprilia-Teammanager Paolo Bonora.
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