Philipp Öttl (12.): Erneuter Auspuffdefekt trübt den Saisonabschluss
Vom ersten Supersport-WM-Sieg in Assen bis zum Defekt in Jerez: Philipp Öttl blickt exklusiv auf eine wechselhafte Saison zurück. Trotz WM-Platz 8 sieht der Ducati-Pilot Fortschritte.
Für Philipp Öttl endete die Supersport-WM 2026 mit einem weiteren Rückschlag: Ein gerissener Auspuff kostete den Ducati-Piloten im zweiten Lauf von Jerez Leistung und warf ihn auf Platz 12 zurück. Die Saison schloss der Assen-Sieger als WM-Achter ab. Wie bereits in Magny-Cours riss der Auspuff.
Dabei hatte Öttl am Sonntag die Chance gesehen, sich weiter vorne zu behaupten. Im Exklusivgespräch mit SPEEDWEEK.com schilderte er, wie der Defekt seinen letzten WM-Lauf des Jahres beeinträchtigte.
«Ich hatte einen ordentlichen Start und war gut dabei. Doch dann ist der Auspuff gerissen. Es war das gleiche Problem wie in Magny-Cours. Dadurch verlor das Motorrad an Leistung. Pro Runde kostet das etwa drei Zehntelsekunden. Und das macht in dieser hart umkämpften Klasse einen Unterschied aus», erklärte Öttl.
Nach einem schwierigen Samstag hatte sich seine Ausgangslage für den zweiten Lauf verbessert. «Am Samstag waren wir nicht schnell genug, doch am Sonntag hatten wir den Speed für die Top-10», hielt der Deutsche fest.
Starker Saisonstart, Pech in der zweiten Saisonhälfte
Der Saisonabschluss passte damit zu einem Jahr, in dem sich sportliche Fortschritte und Rückschläge abwechselten. Den Höhepunkt erlebte Öttl im April in Assen: Mit seinem ersten Sieg in der Supersport-WM erreichte er einen wichtigen persönlichen Meilenstein. Bis Misano behauptete er sich in den Top-5 der Fahrerwertung, ehe ihn mehrere schwierige Rennwochenenden zurückwarfen.
Seine Bilanz fällt dennoch differenzierter aus, als es der achte Gesamtrang vermuten lässt. Öttl sieht sowohl bei sich selbst als auch bei der Ducati eine positive Entwicklung. «Es waren in diesem Jahr definitiv einige gute Rennen dabei. Doch wir hatten auch einige schwierige Wochenenden. Das Niveau in der Supersport-WM ist im Moment ziemlich hoch. Ich glaube dennoch, dass ich mich fahrerisch weiterentwickelt habe. Das Motorrad war auch besser als im letzten Jahr», betonte der Ducati-Pilot.
Dass sich diese Fortschritte nicht durchgehend in den Ergebnissen widerspiegelten, beschäftigt ihn. «Es gab viele positive Ansätze. Andererseits hatten wir aber auch viel Pech», ergänzte Öttl.
Der erneute Auspuffdefekt in Jerez kostete ihn zum Abschluss die Möglichkeit, sein vorhandenes Tempo vollständig zu nutzen. So blieb nach dem letzten Rennen eine gemischte Bilanz: Der erste Klassensieg steht einer zweiten Saisonhälfte gegenüber, in der Öttl seine Position in der Fahrerwertung nicht halten konnte.
«Wir hatten in diesem Jahr ziemliches Pech. Es waren gute Sachen dabei, es waren schlechte Sachen dabei», fasste der WM-Achte zusammen. Wie es 2027 weitergeht, soll in den kommenden Tagen kommuniziert werden. Es deutet alles auf eine dritte Saison mit Feel Racing hin. Ab 2027 wird Ducati in der Supersport-WM die aktuelle Panigale V2 einsetzen, die bereits im Herbst 2024 präsentiert wurde.
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