Quartararo: «Jeder hier weiß, dass er sich morgen das Bein brechen kann!»
MotoGP-Ass Fabio Quartararo sprach vor dem Italien-GP über seine Chancen mit der Yamaha auf der Highspeed-Strecke in Mugello. Er nahm auch noch einmal Stellung zu den schweren Stürzen in Barcelona.
Zuletzt konnte Fabio Quartararo in Barcelona mit Platz 5 im Grand Prix ein Top-Ergebnis einfahren. Bereits bei seinem Heim-GP in Le Mans war der Franzose mit den Rängen 5 und 6 stark. Bei der M1 konnten Fortschritte erzielt werden, was alle Yamaha-Piloten nach dem Barcelona-Test bestätigten. Insbesondere das Einlenkverhalten hat sich verbessert – eine neue Frontverkleidung gibt auch Quartararo ein besseres Gefühl für das Vorderrad.
In Mugello soll der Aufwärtstrend fortgesetzt werden. «Ich habe keine Erwartungen. Es wird ein schwieriges Wochenende für uns. Momentan hat für mich aber Priorität, es zu genießen», so Quartararo. Eine Baustelle bei der V4-M1 ist die Motorleistung. Der Top-Speed spielt aber auf dem Mugello Circuit mit der 1.141 m langen Geraden eine wichtige Rolle. Wird Yamaha für den Italien-GP mehr Leistung zur Verfügung stellen? «Die Power ist nicht das Hauptproblem. Ich denke, dass das Einlenkverhalten und der Grip, den wir derzeit haben, zu wenig sind. In der Vergangenheit war das Kurvenverhalten sehr gut, der Grip war akzeptabel. Momentan ist beides schlecht, dazu kommt unser Motor. Es wird hart!», strahlte Quartararo am Donnerstag wenig Zuversicht aus.
Dass beim Barcelona-Test Fortschritte erzielt werden konnten, ließ «El Diablo» nicht gelten. «Die Realität ist, dass die Strecke sehr viel Grip hatte. Ich bin eine 1:38,8 min gefahren, ohne eine Zeitenjagd zu machen. Ich war damit nur drei Zehntel von meiner schnellsten Q2-Zeit entfernt», erklärte er. «Ich hätte beim Test sogar noch viel schneller sein können, aber das Ganze entsprach nicht der Realität – dieses Gefühl werde ich niemals wiederfinden. Der Grip war unrealistisch. Wir sahen aber, dass unser Potenzial mit viel Grip sehr viel besser sein kann. Das Rennen in Le Mans habe ich aber sehr genossen und ich konnte mit einigen Fahrern kämpfen. Natürlich ist es jetzt viel besser, aber dieses Wochenende wird hart für uns.»
Quartararo: «Wir alle wissen, dass wir einen Sport ausüben, der ein hohes Risiko mit sich bringt»
In der Medienrunde wurde Fabio Quartararo auch noch einmal auf die gefährlichen Situationen im Grand Prix in Barcelona angesprochen – er wurde gefragt, wie so etwas verhindert werden kann. «Wir fahren Rennen! Klar, wenn wir zuhause bleiben, passiert so etwas nie. Wir alle im Paddock wissen aber, dass wir einen Sport ausüben, der ein hohes Risiko mit sich bringt», stellte der 27-Jährige klar. «Vor zwei Wochen habe ich glaube das erste Mal erlebt, dass wir zwei rote Flaggen hatten. Bei Alex (Marquez) gab es keine Chance, die Situation mit Zarco kann passieren, aber wir hatten einfach kein Glück. Am Ende ist das unser Sport. Neustarts sind immer schwierig, aber wir sind hier, um Rennen zu fahren. Jeder hier weiß, dass er sich morgen das Bein oder den Arm brechen oder eine schlimme Verletzung haben kann. Das ist Teil unseres Jobs.» Somit gibt es für Quartararo kein Thema, das in der «Safety Commission» in Mugello besprochen werden sollte? «Für mich gibt es kein Thema!»
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