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Gaston! In der Wüste bist Du der Größte

Zum Schluss der Dakar 2026 fiel mir ein Foto auf, das zeigt, wie wir bei BMW das gemacht haben, als 1985 mit Gaston Rahier zum vierten Mal einer unserer Boxer-Helden die Motorrad-Wertung gewann.

Uwe Mahla

Von

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Gaston Rahier und seine BMW bei der Paris-Dakar 1984
Gaston Rahier und seine BMW bei der Paris-Dakar 1984
Foto: BMW
Gaston Rahier und seine BMW bei der Paris-Dakar 1984
© BMW

Der Kleine mit dem markanten Schnauzer in der Mitte des Bildes ist die Hauptperson. Warum das so ist, steht oben im Bühnenbild. Der kleine Belgier Gaston Rahier hatte gerade (im Januar 1985) zum zweiten Mal das Motorrad-Klassement der Rallye Paris – Dakar gewonnen. Und es galt, diesen Triumph für BMW gebührend in Szene zu setzen, weil die Berichterstattung in den Breitenmedien nach dem Geschmack unserer Motorrad-Verantwortlichen nicht üppig genug ausgefallen schien.

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Also inszenierte die Presseabteilung einen kleinen Event in der Lobby des BMW-Hochhauses. Vor einem gut 100-köpfigen illustren Publikum – ich erinnere mich an einige FC Bayern-München-Stars – befragten mein Kollege Hans Sautter und ich mit der Hilfe einer Dolmetscherin die drei beteiligten Motorrad-Asse, wie es ihnen auf ihrer material- und kräftemordenden Tournee von der französischen Metropole bis ins Herz Afrikas ergangen war.

Der deutsche Zweirad-Profi Eddie Hau (Mitte links) berichtete von einer ansonsten aussichtsreichen Fahrt, bis es ihn beim Versuch, die Brille zu reinigen, aus dem Sattel hob: „Ich landete so unglücklich, dass ich wegen einer Verletzung am rechten Handgelenk aufgeben musste. Dabei konnte ich noch von Glück sagen, dass mich meine eigene Maschine nicht erschlug.“

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Auch sein Teamkollege Raymond Loizeaux, seinerzeit von Berufs wegen Motorrad-Polizist bei der Pariser Polizeipräfektur, und schon mehrfach der Helfer in der Not beim BMW-Team, sah wie Hau nicht das Ziel.

Auch für Rahier, der im Jahr zuvor in einem herzerfrischenden Duell seinen berühmten Mannschafts-Kameraden Hubert Auriol im Kampf um den Sieg niedergerungen hatte, lief es zunächst alles andere als glatt, wie er uns erzählte: Er demolierte bei einem Sturz in der Anfangsphase seine BMW nahezu irreparabel. Doch seine Truppe brachte sie wieder auf die Räder.

Dank heldenhaften Einsatzes und eine große Leistung der Mechaniker schaffte er wiederum den Gesamtsieg. Wegen seiner nur 1,64 m hohen Statur konnte Rahier nur im Rollen auf sein Motorrad aufsteigen, aber, wie sagte die Bühnenschlagzeile: In der Wüste bist Du der Größte!

Überhaupt war die Paris-Dakar vier Jahre lang BMW-Terrain. 1981 und 1983 gewann Hubert Auriol die Motorradwertung, 1984 und 1985 sein Markengefährte Gaston Rahier.

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Auriol hat es mal so ausgedrückt: „Wenn einer das Herz und das Können hat, in der Wüste mit Höchstgeschwindigkeit zu fahren, ist die BMW das überlegene Gerät. Mit ihrem bulligen, drehmomentstarken Boxermotor ist sie rund 15 km/h schneller als die Konkurrenz. Das hat auf den langen Wüstenetappen den Ausschlag gegeben. Im Gebirge und auf den löchrigen Pisten des Sahel war die BMW noch beweglich genug, um die leichteren japanischen Maschinen nicht entscheidend wegfahren zu lassen.“

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