Patrick Werkstetter: Rückkehr in die Weltmeisterschaft abermals verschoben
Alle, die gehofft hatten, dass Patrick Werkstetter dieses Wochenende in Pau in die Seitenwagen-WM zurückkehren wird, wurden enttäuscht. Aber Anfang August soll es dann in Cremona endlich soweit sein.
Spätestens nach der Glanzvorstellung von Patrick Werkstetter beim WM-Finale 2025 in Oschersleben, bei dem er im ersten Rennen sogar den späteren Weltmeister Sam Christie hinter sich gelassen hatte, wusste Sepp Sattler, dass sein erst 21-jährige Schützling den Anschluss an die Weltspitze geschafft hatte. Mit diesem Wissen ging man voller Optimismus an die Planung für die Saison 2026.
Anfang Februar dann die Hiobsbotschaft. Beim Schifahren hatte sich der junge Bayer im linken Knie einen Riss des Kreuzbandes und des Minikus zugezogen. «Was das gerade bedeutet? Operation und Reha statt Saisonvorbereitung. Es ist unglaublich bitter, aber der Fokus liegt ab jetzt voll auf meiner Rehabilitation», weihte Werkstetter auf Facebook seine Fanbase in seine aktuelle Situation ein.
Nur wenige Wochen später wurde er wieder bei seinem Operateur vorstellig. Bei der Arbeit hatte das verletzte Knie der Belastung nicht standgehalten. «Es ist wieder das Kreuzband gerissen, dieses Mal ist die Verletzung sogar noch schlimmer als vorher. Die Frage nach der Länge des Heilungsprozesses lässt sich momentan nicht beantworten», informierte Ende März Teamchef Sattler SPEEDWEEK.com.
Damit war klar, dass ein Start des WM-Sechsten zumindest beim Auftakt in Le Mans und auch bei den Rennen in Grobnik/Rijeka unter keinen Umständen möglich war. Eine leise Hoffnung bestand damals, dass Werkstetter und sein französischer Beifahrer Valentin Pirat bei der dritten WM-Veranstaltung in Pau Arnos an der Startlinie stehen könnte. Doch diese Hoffnungen haben sich zerschlagen.
«Als Fahrer kniet man ja im Seitenwagen, das ist momentan für Patrick noch nicht möglich, weil die Verletzung nach wie vor Schmerzen verursacht. Er arbeitet aber intensiv daran, dass wir Mitte Juli jedenfalls einen Test absolvieren können, um zu sehen, ob er eine Renndistanz überstehen würde. Wenn alles positiv über die Bühne geht, planen wir Anfang August einen Start in Cremona.
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