Suzuki zu langsam: Jeffrey Buis holte das Maximum aus dem Paket heraus
Zu Beginn der neuen Sportbike-WM erreichte Suzuki ausgezeichnete Ergebnisse, seit Aragon ist es aber schwierig geworden. Es wird immer klarer, dass das Zweizylinderkonzept auch Schwächen hat.
Dass die Suzuki GSX-8R im Sportbike-Trimm konkurrenzfähig ist, bewies Kas Beekmans mit dem Gewinn der britischen Serie 2025. Der Niederländer stieg mit seinem Team VLR Racing für 2026 in die Weltmeisterschaft aus, ebenso Wixx Racing mit Jeffrey Buis und Ferre Fleerackers.
Die Suzuki verfügt über einen Parallel-Twin mit 776 ccm und 82 PS in der Serie. Das üppige Drehmoment hilft insbesondere in der Beschleunigungsphase aus engen bzw. langsamen Kurven. Das Gesamtpaket ermöglichte Siege von Buis und Fleerackers in Assen sowie weitere Podestplätze in Portimão und Most. In Aragón und Misano waren jedoch die Top-5 unerreichbar.
Es ist offensichtlich: Bei heißen Bedingungen und auf Rennstrecken mit einem hohen Vollgasanteil kann selbst der zweifache 300er-Weltmeister Buis mit der GSX-8R nicht an der Spitze mitfahren. «Aufgrund mangelnder Höchstgeschwindigkeit verlor der Niederländer nach und nach an Boden gegenüber seinen Konkurrenten», hieß es aus Teamkreisen.
Und wenn man am Limit operieren muss, passieren Fehler. «Es war kein einfaches Wochenende in Misano», gab der 24-Jährige aus Meppel zu. «Am Freitag begannen wir mit einem Sturz im freien Training, weshalb das Team schuften musste, um das Motorrad rechtzeitig für das Qualifying wieder startklar zu machen. Zum Glück haben die Jungs fantastische Arbeit geleistet, und wir konnten uns mit einem sechsten Startplatz sofort wieder aufrappeln. In den Rennen haben wir dann alles gegeben und das Maximum aus dem Paket herausgeholt. Mit einem neunten und einem sechsten Platz sind es vielleicht nicht die Ergebnisse, auf die wir gehofft hatten, aber angesichts der Umstände haben wir dennoch wichtige Punkte geholt.»
Nach drei Meetings zählte Buis als WM-Dritter mit nur 17 Punkten Rückstand noch zum Kreis der Titelfavoriten. Nach Misano hat der Suzuki-Pilot zwar nur einen WM-Rang verloren, jedoch ist sein Rückstand auf 57 Punkte angewachsen.
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