Sportbike-WM: Honda steigt als siebter Hersteller mit permanentem Team ein
Die neue Sportbike-WM hat sich mit spannenden Rennen und einem bunten Teilnehmerfeld schnell in die Herzen der Fans gefahren. Seit Misano ist Honda als siebter Hersteller dabei.
Schon jetzt ist die Sportbike-WM ein voller Erfolg. Das Teilnehmerfeld ist stark besetzt und mit Aprilia, Kawasaki, Kove, Suzuki, Triumph und Yamaha sind sechs Hersteller in unterschiedlicher Ausprägung involviert. Ein passendes Motorrad homologiert hatte auch Honda, doch kein Team wollte die CBR600RR einsetzen.
Den einzigen Auftritt eines Honda-Piloten sahen wir beim Saisonauftakt in Portimão, als der Franzose Diego Poncet mit einer Wildcard teilnahm und mit zwei siebten Plätzen glänzte – ein Beleg, dass die gedrosselte Mini-Fireblade konkurrenzfähig sein kann.
Zwischen den Superbike-Meetings in Aragon und Misano passierte jedoch etwas Überraschendes. Das Team AG Motorsport Italia – ein langjähriger Partner von Yamaha – verkündete auf internationaler Bühne den unterjährigen Wechsel zu Honda.
«Wir sind stolz darauf, ein neues Kapitel mit Motorrädern von Honda zu beginnen», sagte Teamchefin Alessandra Gambardella. «Für AG Motorsport Italia spiegelt diese Entscheidung unseren Ehrgeiz wider, unser Sportprogramm weiterhin auf hohem Niveau auszubauen und uns mit einem starken und angesehenen Hersteller dem Wettbewerb zu stellen.»
Das tat das italienische Team in Misano: Wenige Tage nach dem Herstellerwechsel schwang sich Taiyo Aksu – der einzige Pilot von AG Motorsport – ohne Testfahrten auf eine CBR600RR in Sportbike-Konfiguration. Wie in den meisten vorherigen Rennen mit der Yamaha R7 verpasste der Australier mit japanischen Wurzeln zwar in beiden Rennen die Punkteränge, es gab jedoch positive Ansätze.
«Ich bin absolut begeistert von dem neuen Motorrad und genieße jede Runde, um es besser zu verstehen und zu lernen, wie ich mich verbessern kann», sagte Aksu. «In der Superpole konnten wir einen riesigen Schritt nach vorn machen und unser bestes Saisonergebnis erzielen. Leider bedeutet ein kleiner technischer Verstoß, dass ich vom Ende des Startfeldes aus starten muss. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde, vom Ende des Feldes aus zu starten, aber ich habe es geschafft, mich von Platz 33 auf Platz 16 vorzukämpfen und war gerade dabei, zur nächsten Gruppe aufzuschließen. Bedauerlicherweise beendete ein Sturz in Kurve 1 beim Bremsen eine bis dahin wirklich starke Aufholjagd. Das zweite Rennen war von Anfang bis Ende ein weiterer harter Kampf. Ein paar Fehler und einige heftige Zusammenstöße mit anderen Fahrern haben mich mehrmals von der Strecke gedrängt, was mein Rennen erheblich beeinträchtigt hat.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach