Sensations-Debüt der neuen Yamaha R7: «In jeder Hinsicht ein Fortschritt»
Beim Sportbike-Meeting in Misano setzte das Yamaha-Team BrCorse ohne vorherigen Test die 2026er R7 ein. Nach zwei Podestplätzen durch Carter Thompson ist offensichtlich, dass viel Potenzial vorhanden.
Yamaha ließ für die Sportbike-WM 2026 zwei Modelle der R7 homologieren, zum Einsatz kam jedoch bisher nur das ältere Motorrad mit der internen Bezeichnung BEB. Der Hintergrund: Die aufgepeppte 2026er Version (Bezeichnung D42) war zu Saisonbeginn nicht in ausreichender Anzahl verfügbar.
Nach vier Meetings hat sich die Situation verbessert, aber die Teams hatten noch keine Testfahrten absolviert und die neue R7 noch nicht für den Renneinsatz vorbereitet. Einzig das Yamaha-Team BrCorse ging ins Risiko und schickte beim Meeting in Misano seine Piloten auf die Strecke. Das Risiko zahlte sich aus:
«Es war eine mutige Entscheidung, das neue Motorrad direkt nach seiner Verfügbarkeit und ohne vorherige Tests einzusetzen», lobte Rennchef Niccolò Canepa. «Die Vorbereitung für das Wochenende war mit viel Arbeit verbunden. Doch die Entscheidung hat sich ausgezahlt: Es war das bisher beste Wochenende für das Team. Carter Thompson holte einen zweiten und einen dritten Platz, und auch Gaggi erzielte sein bestes Saisonergebnis. Das unterstreicht das Potenzial des neuen Motorrads. Natürlich gibt es noch Luft nach oben – schließlich war es das erste Rennen ohne vorherige Tests, sodass wir noch mehr aus dem Paket herausholen können –, aber die Tatsache, dass Thompson in beiden Rennen um den Sieg mitkämpfte, beweist, welches Potenzial in der Maschine steckt.»
Die Vorzüge der neuen R7 am besten beurteilen kann der Australier, der sich allein in Misano um drei Positionen auf WM-Rang 6 verbessern konnte.
«Das Team und Yamaha haben viel Arbeit investiert, um das neue Motorrad für dieses Wochenende startklar zu machen», weiß Thompson. «Es ist definitiv ein wichtiger Schritt nach vorn für uns. Mit dem alten Motorrad hatten wir bereits eine gute Basis geschaffen, aber das neue Modell scheint in jeder Hinsicht ein Fortschritt zu sein – vor allem, weil es uns mehr Spielraum bietet, das Set-up zu perfektionieren. Vor dem Rennen in Magny-Cours haben wir nun eine kleine Pause, in der Testfahrten geplant sind. Hoffentlich können wir dabei noch etwas mehr herausholen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach