Erster Triumph-Sieg in Sportbike-WM: Bruno Iearci wuchs über sich hinaus
Im ersten Lauf der Sportbike-WM in Misano sorgte Bruno Ieraci für den ersten Sportbike-Sieg von Triumph. Der Italiener wuchs bei seinem Heimrennen über sich hinaus – vor allem über seiner Schulter.
Mit Erfolgen in den nationalen Sportbike-Serien galt Triumph für die Debütsaison der Weltmeisterschaft als heißer Anwärter auf den Titel, doch zuerst dominierten Kawasaki und Suzuki das Geschehen. Erst ab Most, dem dritten Saison-Event, kamen die Triumph-Piloten in Schwung.
Das erste Podium mit der Daytona 660 gelang Bruno Ieraci in Tschechien im zweiten Lauf, und der 25-Jährige war es auch, der vor einer Woche auf dem Misano World Circuit für den ersten Sieg sorgte. Dabei war die Teilnahme des Italieners an seinem Heimrennen nicht sicher, denn in Aragon hatte er sich bei einem Sturz im ersten Lauf die linke Schulter luxiert.
«Ich selbst halte mich nicht für 100 Prozent fit», schmunzelte Ieraci. «Vor dem ersten Training hatte ich mein Motorrad vor dem Wochenende noch nicht angerührt. Wegen der Schmerzen hatte ich weder Gewichte gestemmt noch andere Sportarten ausgeübt. Jetzt sind die Schmerzen größtenteils abgeklungen, aber ich fühle mich nicht wie der gleiche Bruno, wenn ich in Linkskurven fahre. Dort bin ich noch nicht zu 100 % fit, aber wenn ich es geschafft habe zu gewinnen, ist die Schulter zumindest gut genug!»
Ieraci fährt für das Team CM Racing, das Werkstatus genießt und mit dem er 2025 die italienische Sportbike-Serie gewann (8 Siege, 11 Podestplätze in 13 Rennen). Der WM-Sieg vor seinen Landsleuten war angesichts der Umstände eine besondere Genugtuung.
«Das Rennen war fantastisch. Ich bin wirklich glücklich», betonte Ieraci. «Vor zwei Wochen in Aragon hatte ich mir die linke Schulter ausgerenkt, konnte bei im zweiten Lauf nicht antreten und habe dadurch Punkte in der Meisterschaft verloren. Jetzt bin ich froh, dass ich mich von dieser Verletzung erholt und nur zwei Wochen später in Misano vor heimischem Publikum gewonnen habe. Ich bin wirklich glücklich; das rührt mich sehr. Das Team hat wirklich gute Arbeit geleistet, und ich bin ihnen sehr dankbar.»
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