Nach Sieg folgte Absturz: Loris Veneman (Kawasaki) zieht kritische Bilanz
Als Zehnter der Gesamtwertung verläuft die Sportbike-WM 2026 für Loris Veneman nicht nach Plan. Dabei hatte die Saison mit einem Sieg sowie einer schnellsten Rennrunde und Pole-Position gut begonnen.
In der Supersport-WM 300 zählte Loris Veneman trotz seiner Größe zu den besten Piloten, doch der Aufstieg in die Supersport-Kategorie 2025 mit EAB Ducati wollte so gar nicht klappen. Nach drei Meetings ohne Punkte, aber mit vielen Stürzen, brach der Niederländer den Versuch ab – um wenig später in die Nachwuchsklasse mit einem Sieg und vier Podestplätzen fulminant zurückzukehren!
Veneman blieb beim Kawasaki-Team Moto Tuning Mol (MTM) und startet in diesem Jahr in der neuen Sportbike-WM. Mit Platz 5 und einem Sieg begann die Saison in Portimão verheißungsvoll, doch nach der Pole-Position bei seinem Heimrennen in Assen wechselten sich Freund und Leid ab.
«Die erste Saisonhälfte war durchwachsen», hielt Veneman in seiner
Zwei Rennen vor dem Saisonende belegt der 19-Jährige nur noch den zehnten WM-Rang. «Seit Assen bin ich in etwa der Hälfte der Rennen ausgeschieden. Besonders der Sturz im zweiten Rennen in Most hatte Folgen. Seitdem konnte ich eigentlich nie ganz schmerzfrei Motorrad fahren. Das macht das Rennen natürlich nicht einfacher», stöhnte der der Sohn von Ex-Rennfahrer Barry Veneman. «Als ob das nicht genug wäre, folgten dann auch noch genau die beiden Strecken, auf denen ich vorher nicht mit diesem Motorrad trainieren konnte. Normalerweise versucht man, so ein Defizit im freien Training durch möglichst viele Runden auszugleichen. Aber wenn man das mit Schmerzen tun muss, ist das etwas ganz anderes. Deshalb konnte ich an diesen Wochenenden nicht mein volles Potenzial ausschöpfen.»
Für den Teenager aus Dalfsen ist klar: In den noch ausstehenden Rennen in Magny-Cours, Estoril und Jerez muss er wieder in die Erfolgsspur kommen. «Nach der ersten Saisonhälfte liege ich mit einem Sieg auf dem zehnten Platz der Meisterschaft. Das ist nicht die Position, die ich mir wünsche», betonte der Niederländer. «Gleichzeitig weiß ich, dass ich die nötige Geschwindigkeit habe. Das gibt mir Selbstvertrauen für die zweite Saisonhälfte. Nach so einer ersten Saisonhälfte ist es jetzt vor allem wichtig, wieder voll fit zu werden und das gute Gefühl zurückzugewinnen. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass uns in der zweiten Hälfte nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch ein bisschen Glück hold ist.»
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