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Domi Aegerter (8./Kawasaki) hat es allen gezeigt: «Ich bin konkurrenzfähig»
Seit dem 22. Februar 2026 wartet der zweifache Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista auf einen Podestplatz, in Estoril war er zum Greifen nahe. «Lieber so stürzen, als Achter werden», betonte er.
Angesichts seiner miserablen Saison vergisst man leicht, was Alvaro Bautista in der Superbike-WM erreicht hat: Zwei Titel, 129 Podestplätze in 270 Rennen und 63 Siege. Im zweiten Hauptrennen in Estoril hat nicht viel gefehlt, dann wäre es Podestplatz Nummer 130 geworden.
Im Ducati-Werksteam musste Bautista nach der Saison 2025 seinen Sitz für Iker Lecuona räumen, anschließend dockte er beim besten Privatteam Barni Spark an. Mit Platz 3 im zweiten Hauptrennen auf Phillip Island startete der Routinier gut in die Saison, doch seit dem 22. Februar ist ihm kein Podestplatz mehr gelungen. In Assen preschte er im April dreimal auf Platz 4, seither kam Alvaro dem Podium nicht mehr nahe.
In Estoril zeigte Bautista über das Wochenende eine starke Entwicklung: Nach Platz 12 im Qualifying wurde er in den Rennen Neunter, Fünfter und – beinahe Dritter. «Das war nicht mal ein richtiger Fehler», meinte der 41-Jährige zu seinem Ausrutscher. «Ich hatte auch nicht das Gefühl am Limit zu sein, in vorangegangenen Runden war das mehr der Fall. Es ist schade, ich habe gezeigt, dass die Geschwindigkeit vorhanden war. Wir haben gekämpft und nie aufgegeben – diese Saison ist sehr hart für uns. Jeder sieht nur die Ergebnisse, aber wir hatten über das Jahr wirklich sehr viele Probleme. Und wenn sich mir eine Chance bot, versuchte ich zu zeigen, dass ich noch da bin.»
«Das tat weh», beschrieb Bautista seinen emotionalen Zustand nach dem Crash, körperlich war er okay. «Ich bevorzuge einen solchen Sturz gegenüber einem achten Platz», hielt er gegenüber SPEEDWEEK.com fest. «Wenigstens konnte ich das Rennen genießen, das Motorrad funktionierte mehr oder weniger akzeptabel. Ich konnte mit anderen Fahrern kämpfen, in anderen Rennen war das nicht der Fall.»
Besonders bitter für den Spanier: Sein 15 Jahre jüngerer Barni-Teamkollege Yari Montella brauste diese Saison bereits 14 Mal aufs Podium und steht kurz davor WM-Bronze zu gewinnen: Vor den Rennen in Jerez am nächsten Wochenende hat er 53 Punkte Vorsprung gegenüber Verfolger Alex Lowes (Bimota) und es gibt nur noch 62 zu holen. Bautista hat nicht einmal die Hälfte der Zähler von Montella auf seinem Konto und ist damit Gesamtzehnter.
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