Aspar über Superbike von CF Moto: «Alle Fahrer waren angenehm überrascht»
Die Pläne von CF Moto zum Einstieg in die Superbike-WM sind weit vorangeschritten, und das ist auch die Entwicklung des V4‑Motorrades. Aussagen von Jorge ‹Aspar› Martinez machen hellhörig.
Die Vorbereitungen von CF Moto für den Superbike-Einstieg laufen seit mehreren Jahren, die Entwicklungsschritte an sich sind jedoch rasant: 2024 wurde auf der Motorradmesse EICMA ein V4-Motor mit 1000 ccm präsentiert, 2025 folgte die Vorstellung eines fahrfertigen Prototyps mit der Modellbezeichnung V4 SR‑RR. Dieses Motorrad wird seit Monaten auf der Rennstrecke getestet und soll bereits 2027 im Rahmen von Wildcards sein Renndebüt geben.
Man muss bedenken: CF Moto begann mit einem weißen Blatt Papier, während die etablierten Werke über Jahrzehnte an Erfahrung verfügen und auf vorhandene Modelle aufbauen können – und für ein neues Motorrad dennoch Jahre benötigen!
Bei der diesjährigen EICMA Anfang November möchte CF Moto das 2027er-Modell vorstellen. Was die Kunden und am Ende die Superbike-Konkurrenz zu erwarten haben, haben die Moto2-Piloten Daniel Holgado und David Alonso sowie Moto3-Ass Maximo Quiles bei einem Test im September herausgefunden. Deren Teamchef Jorge ‹Aspar› Martinez ist in alle Rennentwicklungen eingebunden, also GP und Superbike-WM.
«Es ist ein wunderschönes Motorrad. Wir haben es getestet und ich kann sagen, dass der Prototyp zudem unglaublich gut läuft», sagte der Spanier im Motorbike-Magazin-Podcast. «Ich gehe davon aus, dass auf der EICMA ein deutlich ausgereifteres Modell präsentiert wird, das im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Geplant sind zwei verschiedene Versionen. Aber CF Moto hat noch viel mehr zu bieten: Sie haben eine spektakuläre Produktpalette, die von Elektro- und Benzin-Rollern bis hin zu Trial-Motorrädern reicht.»
Martinez weiter: «Das Motorrad, das wir derzeit haben, ist ein Serienmodell mit kleinen Upgrades – und offen gesagt läuft das Bike wirklich gut! Alle Fahrer, die es getestet haben, waren angenehm überrascht. Für ein Superbike mit etwa 210 bis 215 PS ist es sehr leicht und es verfügt über einen Motor, der ausgesprochen angenehm zu fahren ist. Aber ich wiederhole noch einmal: Es handelt sich um eine modifizierte Straßen-RR. Von dort bis zum nächsten Sprung und dem nächsten Schritt, ein wettbewerbsfähiges Motorrad zu bauen, um in der Superbike-Klasse zu gewinnen, ist es noch ein langer Weg.»
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