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Mit Platz 3 im ersten Superbike-Lauf in Aragón/2 fuhr Chaz Davies ein wichtiges Ergebnis ein. Letztendlich wartet der Aruba.it Ducati-Pilot aber weiter auf seinen ersten Sieg in der Superbike-WM 2020.
Hat Chaz Davies beim zweiten Gastspiel der seriennahen Weltmeisterschaft in Aragón den dritten Platz gewonnen, oder den Sieg verloren? Der Waliser ist mit sieben Siegen der erfolgreichste Superbike-Pilot auf der 5077 Meter langen Piste, doch für Ducati-Siege sorgte vor einer Woche sein Aruba.it-Teamkollege Scott Redding und heute Kunden-Pilot Michael Rinaldi – beide jeweils im ersten Lauf.
Dabei wählte Davies wie Rinaldi den speziell von Pirelli für das Superpole-Race entwickelten SCX-Reifen, über die Renndistanz von 18 Runden verlor der 33-Jährige aber über zehn Sieger auf den Sieger.
"Ich ging ein kleines Risiko ein und entschied mich für einen anderen Hinterreifen. Bei manchen hat er funktioniert, bei mir leider nicht", grübelte Davies im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Als Fahrer mit einem höheren Gewicht musste ich mir das Rennen wegen des weichen Reifen anders einteilen, weil der Verschleiß ziemlich hoch war. Am Ende konnte ich keinen Druck machen. Vorher bekamen schon Scott und Álvaro Schwierigkeiten. Ich hielt mich zurück und konnte daraus Kapital schlagen."
"Die Verhältnisse sind an diesem Wochenende total anders und weil es wärmer fühlt sich das Bike auch anders an", erklärte der Ducati-Werkspilot weiter. "Ich denke gegen Rennende hatten wir einen Streckentemperatur von sicher 50 Grad Celsius – vor einer Woche war es unter 30 Grad. Ich musste das ganze Rennen über auf den Reifen aufpassen und habe meine Zeiten konstant abgespult. Nur in den ersten Runden habe ich versucht, ein paar Positionen zu gewinnen."
Dass der Sieg an den Kundenpiloten ging, stört Davies nicht.
"Im Gegenteil ich freue mich unheimlich für Michael", versichert Davies. "Er fuhr in diesem Rennen fantastisch und kann eine gute Saison haben. Er ist wie ein kleiner schneller Bruder, von dem man eigentlich nicht geschlagen werden möchte. Aber er arbeitet hart und hatte wie jeder von uns schwere Zeiten in seiner Karriere, deshalb freue ich mich ganz ehrlich für ihn."
Auch ohne Sieg in Aragón machen sich die Ergebnisse auf der spanischen Piste für Davies positiv bemerkbar. Vor dem ersten Gastspiel im MotorLand lag der Ducati-Pilot auf WM-Rang 6, nach Lauf 1 beim zweiten Event ist er bereits WM-Dritter.
"Das habe ich mitgekriegt. Vor einer Woche habe ich viele Punkte auf Toprak gut machen können, der hier offensichtlich etwas in der Klemme steckt. Es ist immer gut, in den Top-3 platziert zu sein – dort zu bleiben ist der schwierigere Teil. Momentan ist es für mich wichtiger, ein gutes Gefühl auf dem Bike zu haben."
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