Superbike WM • Neu
Sam Lowes (5.): Performance-Vorteil der Werks-Ducatis gibt Rätsel auf
Den ersten Trainingstag der Superbike-WM 2026 auf dem Cremona Circuit dominierte Ducati-Werkspilot Iker Lecuona. Die Set-up-Experimente beginnen, sich positiv bemerkbar zu machen.
Bestzeit am Vormittag, Bestzeit im FP2 – für Iker Lecuona lief es am ersten Trainingstag auf dem Cremona wie am Schnürchen. Im Gegensatz dazu leistete sich sein Aruba.it Ducati-Teamkollege Nicolò Bulega in beiden Sessions Stürze.
In Magny-Cours hatte Lecuona berichtet, dass er angesichts der Gesamtwertung mehr Experimente bei der Abstimmung seiner V4R wagen wird. In Cremona sind Fortschritte erkennbar.
«Ich fühlte mich schon am Vormittag super auf dem Motorrad. Unser Set-up ist ein Mix von Magny-Cours und vom Test hier in Cremona – wir konnten wegen des Wetters seinerzeit zwar nicht viele Runden fahren, haben aber dennoch gute Informationen generiert», erzählte der Spanier. «Für das FP2 haben wir die Abstimmung ein wenig angepasst, um damit die wenigen Probleme auszumerzen. Dadurch ist das Bike noch einmal besser geworden und seit wir es während der Session noch einmal modifiziert haben, macht mir die Ducati erstmals richtig Spaß! Ich kann meinen natürlichen Fahrstil verwenden, habe Spielraum für kleine Fehler, kann andere Fahrer locker überholen und bin dennoch konstant und fahre mittlere 1:28 min.»
Lecuona hat 146 Punkte Rückstand auf Bulega, der bei seinem Heimrennen am liebsten mit einem Triple den WM-Titel einfahren möchte. Wird der gleichaltrige Lecuona ein Spielverderber?
«Ich werde am Samstag jede Session für sich nehmen – es kann sich so vieles ändern», winkt der 26-Jährige ab. «Vom Gefühl her haben wir für das Rennen noch etwas in der Hinterhand, aber nicht so viel wie Nicolò. In der Regel findet er immer noch etwas, was ihn besser macht. Grundsätzlich sind wir beide die Piloten, die es hier zu schlagen gilt. Wir warten einfach ab, was passiert. Den Sieg schreibe ich jedenfalls nicht komplett ab.»
Erschreckend am Freitag einmal mehr die Dominanz von Ducati. In der kombinierten Zeitenliste folgen hinter den beiden Werkspiloten fünf Ducati-Kundenpiloten. Erster Verfolger ist Garrett Gerloff mit der einzigen Kawasaki auf Platz 8.
«Die Ducati funktioniert einfach auf jeder Rennstrecke, in jeder Situation und bei allen Bedingungen sehr gut», zählt Lecuona die Vorzüge auf. «Wenn sieben V4R vorn sind, ist unser Motorrad offensichtlich besser als die anderen.»
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