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Iker Lecuona überzeugt: Honda wäre nicht weiter vorne
Ex-MotoGP-Pilot Iker Lecuona sorgte beim vierten Superbike-Event in Misano für das beste Honda-Wochenende der Saison. Ohne Verletzungen und mit mehr Erfahrung auf dem Motorrad fuhr er dreimal in die Top-10.
Superbike WM
Im Artikel erwähnt

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Der leidgeprüfte Iker Lecuona konnte in Misano ein für seine Verhältnisse erfolgreiches Wochenende zeigen. Der Superbike-HRC-Werkspilot fuhr im ersten Hauptrennen am Samstag auf Platz 10. Mit einem starken Superpole-Rennen, in welchem er Siebter wurde, konnte er sich eine bessere Ausgangslage für das zweite Hauptrennen schaffen, in welchem er auf Platz 9 erneut bester Honda-Pilot wurde.
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Im Superpole-Rennen profitierte der Spanier durch die Stürze der Konkurrenz, wodurch er unauffällig bis auf Platz 7 fahren konnte. Er klebte dabei Axel Bassani am Hinterrad, fand am Kawasaki-Werksfahrer aber keinen Weg vorbei. Da die ersten neun Piloten nicht nur Punkte sammeln, sondern das Ergebnis auch die Basis für die Startaufstellung des zweiten Rennens bildet, profitierte Lecuona doppelt und musste nicht mehr aus der fünften Reihe ins Rennen gehen, sondern durfte aus der dritten. In der Startphase des zweiten Rennens verlor er einige Positionen, kämpfte sich nach einem Fehler von Andrea Iannone (Ducati) aber wieder auf den achten Platz vor. Gegen Remy Gardner (Yamaha) konnte er in den letzten Runden nicht ankommen. Trotzdem: Mit Platz 9 holte er sein bestes Saisonresultat in einem Hauptrennen und konnte damit einen Schlussstrich unter seine bisher katastrophale Saison ziehen: Er verpasste verletzungsbedingt die Rennen auf Phillip Island und in Assen. "Im zweiten Rennen hatte ich ab Runde 10 Probleme mit dem Gefühl zum Vorderrad. Ich habe nur noch versucht zu überleben", versuchte er das Ergebnis zu rechtfertigen. Er betont, dass sein Team über das gesamte Wochenende konzentriert gearbeitet hat und Fortschritte erzielt wurden. Es war das erste Superbike-Wochenende dieser Saison, an dem Lecuona körperlich weitgehend fit war. Er konnte somit erstmalig mit seinem neuen Crew-Chief Tom Jojic effektiv im Rennbetrieb zusammenarbeiten. Der Rückstand auf Dreifach-Sieger Toprak Razgatlioglu (BMW) betrug im zweiten Rennen 22 Sekunden.
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"Mein Vertrauen zum Motorrad ist zurück. Zu Beginn des Jahres habe ich mich mehrfach verletzt. Dadurch konnte nicht viel fahren. Ich habe viele Fahrkilometer verpasst und konnte meinen Crew-Chief nicht kennenlernen. Wir haben im letzten Monat viel an den Basiseinstellungen gearbeitet. Wir wollten dieses Wochenende wie beim Misano-Test weitermachen."
Lecuona, welcher auch 2025 für HRC antreten wird, glaubt nicht, dass Honda in einer besseren Position dastehen würde, wenn er nicht verletzt gewesen wäre. "Die neuen Teile kamen erst vor einigen Wochen. Ich verstehe das Bike nun besser. Wir könnten mehr Punkte haben, die Top-7 sind aktuell unter normalen Umständen aber nicht möglich. Uns fehlt gegenüber den anderen Herstellern überall etwas. Die Richtungswechsel stechen besonders hervor, wir müssen andere Linien fahren." Lecuona ist der Meinung, dass die Honda in keinem Punkt positiv hervorzuheben ist und fordert eine schnellere Entwicklung.
Betrachtet man nur Misano, war der 24-Jährige ordentlich unterwegs. Er holte an diesem Wochenende die neuntbeste Punktausbeute aller Piloten und liegt mit gesamt 19 Zählern auf dem gleichen Rang in der WM-Tabelle. Auf Teamkollege Xavi Vierge, welcher in Italien eine Nullnummer verbuchen musste, fehlen ihm nur noch 6 Punkte. Toprak Razgatlioglu führt die Wertung mit 179 Punkten an – davon kann Honda nur träumen.
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