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Lorenzo Baldassarri über GP-Rückkehr: «Schau, wie es Toprak, Bulega geht»

Lorenzo Baldassarri war in der Moto2 ein aufgehender Stern, dann nahm die Karriere eine Wende. Mit seinen Erfolgen in der Superbike-WM kehren auch die früheren Ambitionen des 29-Jährigen zurück.

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In der Moto2 war Lorenzo Baldassarri ein vielversprechender, aufstrebender, junger Fahrer, gewann fünf Grand Prix, führte 2019 zeitweise die Weltmeisterschaft an, kam aber nie über den fünften Gesamtrang hinaus. 2022 wechselte er desillusioniert in die Supersport-Klasse und wurde mit dem Team Evan Bros Vizeweltmeister. Yamaha beförderte ihn für 2023 in die Superbike-WM, doch bei GMT94 ging der Italiener ohne Werksunterstützung komplett unter und hat Platz 12 als bestes Ergebnis vorzuweisen.

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2024 startete er erfolglos mit Ducati und Triumph in der Supersport-WM, dann verletzte er sich. Mit seinem Einsatz in der MotoE im Vorjahr für das süddeutsche Team Dynavolt Intact und Gesamtrang 6 (drei Podestplätze) konnte «Balda» wieder Selbstvertrauen tanken.

Baldassarri ist nicht verbittert

Beim Reden mit Baldassarri ist keine Verbitterung herauszuhören, was seine kargen Jahre betrifft. «Ich hatte schwierige Saisons, aber die waren nicht umsonst», hielt er fest. «Ich stand kurz davor, dass ich aufhöre in der Weltmeisterschaft Rennen zu fahren. Ich habe aber nie aufgegeben, deshalb sehe ich diese Jahre nicht als Zeitverschwendung. Ich habe mich in dieser Zeit mental und körperlich entwickelt. Okay, ich könnte jetzt vielleicht auch in der MotoGP sein, aber jetzt bin ich hier.»

Als Zweiter der kombinierten Zeitenliste erlebte Baldassarri in Assen seinen besten Freitag, in der Superpole am Samstagvormittag qualifizierte er sich für den neunten Startplatz. Mit den Rängen 8 und 6 zeigte er zwei solide Hauptrennen, in der Gesamtwertung liegt er nach neun Läufen mit 58 Punkten auf Position 8, nur einen Zähler hinter seinem Ducati-Kollegen Alvaro Bautista.

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Nach dem grandiosen Saisonstart in Australien, Lorenzo war gleich in seinem ersten Rennen für das Team Go Eleven Ducati als Dritter aufs Podium gestürmt, mühte er sich in Portimao mit Arm-pump rechts, dank zielführender Physiotherapie konnte eine Operation bislang vermieden werden.

Baldassarri überzeugt: Nicht nur wegen des Geldes dort

«Es war sehr wichtig, dass wir in Assen den Speed von Australien und Portimao bestätigen konnten», unterstrich Baldassarri. «Jetzt bin ich fast ein Superbike-Fahrer und habe diesen Sitz. Dabei haben viele Leute geredet, dass ich nur wegen des Geldes in der Superbike-WM wäre, aber das ist nicht die Realität. Ich möchte zeigen, dass ich in die Superbike-Klasse gehöre und einer der Topfahrer bin. Nach den schwierigen Vorjahren habe ich meine Einstellung geändert und mit Go Eleven einen Neustart gewagt – dieses Umfeld hilft mir sehr.»

«In der Vergangenheit habe ich einige Rennen gezeigt, die dir nicht mit Glück gelingen», unterstrich der 29-Jährige beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Das war nicht, wie wenn jemand ein Regenrennen gewinnt, sonst aber trotz des Talents nicht den nötigen Speed hat. In der Moto2 fuhr ich gegen einige, die dann in die MotoGP gingen und dort Rennen gewannen. In Assen bin ich einmal in der Moto2 von Startplatz 15 losgefahren und kämpfte dann gegen Alex Marquez um den Sieg, stürzte aber in der letzten Kurve. Das Endergebnis war nicht sehr gut, das Rennen schon.»

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Unser Motorrad ist nicht so weit entfernt von einer MotoGP-Maschine von vor fünf Jahren.

lorenzo baldassarri

Sieht er eine Chance auf Rückkehr ins MotoGP-Paddock? «Das ist sehr schwierig», hielt Baldassarri fest. «Schau dir an, wie es Nicolo Bulega geht. Oder nimm Toprak, der sehr talentiert und schnell ist, auf seinem jetzigen Platz aber kaum großartige Ergebnisse erreichen kann. Okay, er kann versuchen der beste Yamaha-Fahrer zu sein. Aber auch das ist nicht leicht, weil der Level sehr hoch ist und alle eng beisammen liegen. Wenn du kein Topteam hast, das dir die besten Bedingungen bieten kann, dann ist es schwierig. Bulega hat im Vorjahr sehr gute Leistungen gezeigt, auch in der MotoGP. Und trotzdem müht er sich womöglich vergeblich, es in die MotoGP zu schaffen. Klar ist das auch mein Traum. Geht das nicht, würde ich gerne mal mit einer Wildcard dieses Biest fahren. Unser Motorrad heute ist nicht so weit entfernt von einer MotoGP-Maschine von vor fünf Jahren. Das ist ein schnelles Bike und ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass ich hier bin.»

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