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Seit der Einführung der Einheitsreifen in der seriennahen Weltmeisterschaft im Jahr 2004 hatte Pirelli dieses Monopol inne. Mit dem Saisonfinale der Superbike-WM 2026 in Jerez ist das vorbei.
Die Einführung von Einheitsreifen in der Superbike-WM 2004 sorgte seinerzeit im Fahrerlager für Empörung. Das hat nichts mit Rennsport zu tun, hieß es damals. Viele Teams hatten lukrative Verträge mit Reifenherstellern und sorgten sich um ihr Dasein. Im Laufe der Jahre haben sich jedoch alle Bedenken in Luft aufgelöst.
Rückblickend war die Idee visionär. Das Wettrüsten bei den Reifen hat seither ein Ende, die Qualität des Gummis entscheidet nicht mehr über Sieg oder Niederlage. Viele andere Rennserien haben die Idee mit den Einheitsreifen seitdem aufgegriffen und sind in den wichtigsten Rennserien auf zwei und vier Rädern üblich.
Über 20 Jahre später kennen viele Fans und Fahrer die seriennahe Weltmeisterschaft nur mit Pirelli – wir reden über 23 Jahre –, was aber auch nicht im ursprünglichen Sinne war. Während die MotoGP mehrfach den Ausrüster wechselte, schien die Superbike-WM untrennbar mit dem italienischen Hersteller verbunden –
Die Saison 2026 ist also die letzte mit Pirelli, und diese endet am kommenden Wochenende mit dem Saisonfinale in Jerez! Und weil es ein besonderer Anlass ist, tritt Pirelli als Titelsponsor für den zwölften Event auf.
«Der Pirelli-Lauf in Spanien bildet den Abschluss einer langen Reise, die 2004 begann, als Pirelli als offizieller Reifenlieferant in die Superbike-WM einstieg», sagte Rennchef Giorgio Barbier wehmütig. Der Italiener ist ein Urgestein im Paddock und ist seit Beginn der Weltmeisterschaft dabei. «Im Laufe der Jahre haben wir eine Partnerschaft aufgebaut, durch die wir nicht nur Lieferant, sondern ein aktiver und strategischer Partner geworden sind, der zum Wachstum und zur Entwicklung der Meisterschaft beiträgt. Bevor wir uns jedoch endgültig verabschieden, steht noch ein letzter Lauf vor uns, den wir mit derselben Entschlossenheit angehen wollen, um eine besonders positive Saison bestmöglich abzuschließen.»
Es war gleichermaßen erstaunlich und beeindruckend, dass Pirelli auch in der letzten Saison noch zahlreiche Neuentwicklungen einführte – auf vielen Rennstrecken wurden in diesem Jahr Rekorde aufgestellt. Beim Saisonfinale kommen jedoch bewährte Reifen zum Einsatz.
«Für die letzte Veranstaltung haben wir uns dafür entschieden, die weichsten Hinterreifenoptionen beizubehalten, den Extrasoft SCQ und den Supersoft SCX, die über weite Teile der Saison hinweg zum Einsatz gekommen sind», verriet Barbier. «Die umfangreichen Daten, die im Laufe der Jahre in Jerez sowohl bei Rennen als auch bei Testfahrten gesammelt wurden, bestätigen, dass dies die effektivsten Optionen sind.»
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