Luca Marini über neues Wochenend-Format: «Sie werden mehr Arbeit haben!»
Honda-Werksfahrer Luca Marini sprach im Zuge des Indonesien-GP ausgiebig über das neue Wochenend-Format, das 2027 eingeführt wird. Der Italiener outete sich als Befürworter der Änderungen.
Ein zentrales Gesprächsthema in Indonesien war der neue Ablauf an den MotoGP-Wochenenden, der ab 2027 angewendet wird. Auch Honda-Werksfahrer Luca Marini machte sich dazu viele Gedanken. Der 29-jährige Halbbruder von Valentino Rossi kann den Ideen etwas abgewinnen – er ortet aber auch mehr Arbeit für die Renndirektion.
«Ich denke, es kann am Ende eine positive Veränderung sein», meinte Marini, der 2027 bei KTM Tech3 fahren wird. «Zwei Qualifyings zu haben, ist etwas, worum wir gebeten haben, seit der Sprint ins Format gekommen ist. Also ist es ziemlich interessant. Mal sehen, wie es nächstes Jahr werden wird. Es wird natürlich viele Veränderungen geben. Aber ich habe das Gefühl, dass wir alles auf die richtige Weise machen, damit die MotoGP stark wächst. Ich hoffe also, dass auch alle Fans es genießen und verstehen werden, dass dieser Motorsport der beste der Welt ist.»
«Il Maro» weiter: «Ich erinnere mich nicht genau, aber einige Fahrer haben sich damals darüber beschwert, dass ihnen andere Fahrer folgen und solche Geschichten. Von da an haben wir begonnen, alle Fahrer innerhalb von 15 Minuten aufzuteilen. Das ist nicht so einfach zu managen. Sicher werden sie in der Rennleitung mehr Arbeit mit Strafen haben, weil das passieren kann. Aber es ist unsere Aufgabe, es gut zu machen und das bestmögliche Qualifying zu fahren. Ich weiß, dass es für uns Fahrer ein bisschen schwieriger sein wird, weil wir mehr Zeitenjagden und mehr Vollgas-Runden haben werden, statt nur freier Trainingszeit.»
«Eine Sache kommt noch dazu: Mit der Aerodynamik, mit den Flügeln, ist es nicht immer die beste Lösung, anderen Motorrädern zu folgen», führte Marini weiter aus. «Ich weiß, nächstes Jahr wird es etwas weniger sein, aber ich denke, dass der aerodynamische Teil immer noch der Schlüssel des Motorrads sein wird. Ihr werdet immer schnelle Fahrer sehen, die versuchen, allein zu fahren – weil das Motorrad am Ende gut funktioniert, wenn man saubere Luft hat.»
Luca Marini: Warm-up ist wichtig
Marini bedauert aber, dass es 2027 kein Warm-up mehr geben wird. «Was das Warm-up betrifft: Ja, es ist schade. Ich denke, es ist etwas wirklich Nützliches für uns Fahrer. Wenn man im Sprint stürzt oder etwas am Motorrad verändert, ist es immer schön, diese zehn Minuten im Warm-up zu haben.»
Im Gegenzug haben die Fahrer ab nächster Saison am Sonntag direkt vor dem Rennstart zehn Minuten für Einführungsrunden zur Verfügung. «Diese zehn zusätzlichen Minuten vor dem Start, falls wir sie brauchen, werden die Fahrer vermutlich mit dem zweiten Motorrad machen müssen, weil wir sonst den Kraftstoff nicht managen können», grübelte Marini. «Aber zum Glück haben wir zwei Motorräder. Also absolviert man vielleicht diese zehn Minuten während der offenen Boxengasse mit einem Motorrad und nimmt dann das andere, um in die Startaufstellung zu fahren. Ich denke, das müssen wir noch managen, aber offensichtlich haben die Teams darüber bereits nachgedacht.»
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