Portimão, FP2: Danilo Petrucci überrumpelt Toprak
Am ersten Trainingstag der Superbike-WM 2024 in Portimão sorgte Ducati-Privatier Danilo Petrucci für die Bestzeit. Álvaro Bautista stürzte, BMW-Aushängeschild Toprak Razgatlioglu Dritter. Aegerter starker Fünfter!
Das Wetter im Süden Portugals meint es mit den Piloten der Superbike-WM 2024 fast zu gut. Mit 33 Grad Celsius war es zu Beginn des zweiten Trainings um 18 Uhr Ortszeit zwar weiterhin heiß, weil die Sonne aber nicht mehr ganz so hoch stand, war die Asphalttemperatur mit 39 Grad moderat.
Im ersten Training hatte Seriensieger Toprak Razgatlioglu (BMW) in 1:40,777 min die schnellste Zeit gefahren. Zum Vergleich: Den Rundenrekord stellte der Türke im vergangenen Jahr mit Yamaha in 1:39,826 min auf.
Eine Reihe von Piloten glänzten auf ihrer ersten fliegenden Runde bereits mit einer Zeitverbesserung, für die schnellste Zeit zu Beginn des zweiten Trainings sorgte aber Razgatlioglu in 1:41,037 min. Einen bescheidenen Start ins FP2 erwischte Andrea Locatelli. Der Yamaha-Werkspilot stürzte in Kurve 5. Auch Garrett Gerloff (BMW) musste unplanmäßig wegen eines Defekts einen Boxenstopp einlegen.
Nach zehn Minuten hatte Danilo Petrucci in 1:40,796 min die Führung im FP2 übernommen. An der Zeit des BMW-Piloten biss sich der Italiener jedoch die Zähne aus, obwohl er mehrfach drauf und dran war.
Bei Halbzeit hatten nur sieben von 23 Piloten noch keine Verbesserung erreicht, darunter Razgatlioglu und Jonathan Rea (Yamaha), Álvaro Bautista (Ducati) und auch Philipp Öttl (Yamaha), der als 21. einen Rückstand von 2,8 sec auf die Petrucci-Zeit hatte. Hinter Petrucci und Razgatlioglu reihten sich Alex Lowes (Kawasaki), Dominique Aegerter (Yamaha) und Iker Lecuona (Honda) ein.
Gerloff und Locatelli mischten bei noch 18 Minuten auf der Uhr wieder im zweiten Training mit. Beide erreichten sofort eine Verbesserung. Der US-Amerikaner stürmte mit der BMW auf Platz 3, der Italiener mit seiner Yamaha auf die siebte Position. Dann markierte Razgatlioglu in 1:40,783 min die bisher schnellste Zeit im FP1 und setzte sich an die Spitze.
Zehn Minuten vor dem Ende hatten sich nur noch Razgatlioglu (1.), Bautista (10.), Rea (12.) und Öttl (21.) nicht gesteigert.
Bei noch sechs Minuten stürmte Petrucci in 1:40,681 mit der bisher schnellsten Zeit an diesem Wochenende auf Platz 1. Nur 0,023 sec langsamer als der Barni-Pilot reihte sich Bautista auf Platz 2 ein – und stürzte auf der darauffolgenden Runde! Toprak verzichtete auf einen letzten Versuch und begnügte sich mit Platz 3 in der kombinierten Zeitenliste.
Nicolò Bulega hatte im ersten Training einen Defekt und fuhr keine einzige fliegende Runde, außerdem fühlt sich der aktuelle Supersport-Weltmeister krank. Mit einem neuen Motor fuhr der Ducati-Pilot im zweiten Training mit nur 0,130 sec Rückstand die viertbeste Zeit.
Eine erfreuliche Performance zeigte Dominique Aegerter (Yamaha), der als Fünfter in 1:40,821 min nicht nur auf eine Runde schnell war, sondern auch einen starken Long-Run fuhr. Rekordweltmeister Jonathan Rea bestätigte auf der sechsten Position seinen Aufwärtstrend.
Mit Michael van der Mark und Garrett Gerloff auf den Plätzen 7 und 8 platzierten sich insgesamt drei BMW-Piloten in den Top-10!
Kawasaki-Aushängeschild Alex Lowes beendete den ersten Trainingstag auf der neunten Position. Schnellster Honda-Pilot am Freitag war Xavi Vierge als Elfter, unmittelbar dahinter sein HRC-Teamkollege Iker Lecuona. Mit nur 0,4 sec ist der Rückstand der beiden Spanier bedeutend geringer als bei vorangegangenen Meetings.
GMT94 Yamaha-Pilot Philipp Öttl verpasste im zweiten Training eine Verbesserung und belegt Platz 20.
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