Remy Gardner (Yamaha) rätselt nach Cremona-Sturz: «Da stimmte etwas nicht»
Das Meeting in Cremona war eines der sturzintensivsten der Superbike-WM 2026. Ein Leidtragender war Remy Gardner, für den das Wochenende mit einer gebrochenen Hand und einer zerstörten Yamaha endete.
Der Sturz von Remy Gardner zu Beginn des zweiten Trainings war nur einer von vielen beim zehnten Meeting der Superbike-WM 2026 – aber es war der mit den gravierendsten Folgen. Nach dem zunächst harmlos aussehenden Vorderradrutscher in den Doppelkurven 1 und 2 glitt der Australier und seine Yamaha R1 zunächst sanft über den Asphalt, um sich anschließend im Kiesbett aufzubäumen und zu überschlagen.
Gardner blieb kurz etwas benommen liegen, stapfte dann aber scheinbar unverletzt davon. Von seinem Motorrad konnte man Selbiges nicht behaupten. Die R1 war so stark beschädigt, dass eine Reparatur während des FP2 unmöglich war.
Erst nach dem ersten Lauf stellte sich am Samstagnachmittag heraus: Der 28-Jährige aus Sydney hatte sich den fünften Mittelhandknochen links gebrochen. Die Hand wurde eingegipst und Gardner für den Rennsonntag aus dem Verkehr gezogen. «Wir haben im ersten Training verschiedene Reifen-Optionen getestet und der Plan war, dasselbe im zweiten freien Training zu tun und uns auf die Renndistanz zu konzentrieren. Leider bin ich gleich zu Beginn der Session in Kurve 1 gestürzt», erklärte der Yamaha-Pilot. «Ich hatte das Gefühl, dass etwas mit der Strecke nicht ganz stimmte. Kurz vor mir war Yari [Montella] in derselben Kurve gestürzt! Nach meinem Sturz wurde dann die rote Flagge geschwenkt.»
Es war erstaunlich, dass der Moto2-Weltmeister von 2021 das ersten Rennen mit 23 Runden durchgehalten hat und den zwölften Platz erreichte. «Ich hatte einen ausgezeichneten Start, befand mich in einer guten Position und habe mich so gut es ging verteidigt, um meinen Platz zu halten. Mit den Schmerzen war es aber nicht einfach, Vollgas zu geben, aber letztendlich war es ein ordentliches Ergebnis», schilderte der WM-18. «Enttäuschenderweise verschlechterte sich mein Zustand während des Rennens und ich verspürte zunehmend Schmerzen in meiner linken Hand, die auch später nicht wieder weniger wurden. Ich wurde daraufhin vom medizinischen Team erneut untersucht, und es wurde eine Fraktur des fünften Mittelhandknochens diagnostiziert und ich wurde für rennunfähig erklärt.»
Gardner ist zuversichtlich, dass er in zwei Wochen für das Rennwochenende in Estoril wieder einsatzbereit ist. «Ich muss mich jetzt voll und ganz auf meine Genesung konzentrieren, da wir in zwei Wochen wieder auf der Strecke sein werden. Ich bin zuversichtlich, dass ich in Estoril an den Start gehen kann, also bleiben wir positiv und schauen, wie es mit der Hand weitergeht. Ich freue mich darauf, schnell wieder gesund zu werden und wieder auf das Motorrad zu steigen.»
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