1. Training Bahrain/Malaysia: Max Verstappen Schnellster, Russell Verfolger
Im ersten freien Training vor dem Formel-1-GP von Bahrain in Malaysia führt Max Verstappenn (Red Bull Racing) das Feld an. Mercedes auf Rang 2 und 5. McLaren landet außerhalb der Top-10.
3288 Tage, also neun Jahre und einen Tag nach dem letzten Malaysia-GP 2017, fuhren erstmals wieder Formel-1-Autos in Sepang. Alle 22 Fahrer legten im ersten Training zeitig los. Nach den ersten Umläufen war Max Verstappen (Red Bull Racing) Schnellster mit 1:38,883 min, knapp gefolgt von George Russell (0,05 Sekunden dahinter) und Kimi Antonelli (beide Mercedes). Verstappen allerdings schon auf Soft.
Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, aber kein Regen
Bei 31,9 Grad Celsius in der Luft und 51,9 Grad auf dem Asphalt und das bei 59 Prozent Luftfeuchtigkeit waren die Bedingungen genauso herausfordernd wie prognostiziert – für Mensch und Maschine. Immerhin: Die Regelwahrscheinlichkeit fürs FP1 wurde mit 0 Prozent beziffert. Dunkle Wolken hingen aber drohend am Himmel.
Die Strecke in der Metropole Kuala Lumpur ist für zwölf der aktuellen Formel-1-Piloten komplett neu, aber selbst für die zehn Routiniers, die in Sepang bereits gefahren sind, war das FP1 die erste Ausfahrt mit den neuen Autos. Entsprechend ist Trainingszeit an diesem Wochenende besonders wertvoll.
Warum eigentlich Sepang? Der Bahrain-GP konnte in diesem Frühjahr nicht wie geplant stattfinden. Da die Lage im Nahen Osten weiter volatil ist, haben sich die bahrainischen Veranstalter umorientiert: Der GP findet unter dem Namen Bahrain-GP und mit überwiegend Personal aus Bahrain statt – aber eben auf dem Sepang International Circuit in Malaysia. Der ist logistisch praktisch gelegen: Nächste Woche geht es in Singapur weiter. Mehr als 500 Streckenposten aus Bahrain sind übrigens fürs Wochenende aus Bahrain eingeflogen worden, dazu gefühlt das halbe Paddock mitsamt Mitarbeitern und Mobiliar.
Blicken wir aber auf die Rennstrecke: George Russell zeigte sich begeistert von dem Kurs. Er gehört zur Mehrheit der Fahrer, die Sepang noch nicht aus der Formel 1 kennen. Ebenso Oliver Bearman: Der Brite beklagt sich allerdings über die Temperaturen. In Malaysia begann das Training um 12:30 Uhr mittags, also pünktlich zur Mittagshitze. Im Laufe des Trainings stiegen die Temperaturen auf 33,3 Grad. Die meisten Hitzerennen (wie das im tatsächlichen Bahrain oder in Singapur) finden meist im Dunkeln statt.
Liam Lawson (Racing Bulls) bekam schon nach 20 Minuten die schwarz-weiße Flagge gezeigt, weil er auf der falschen Seite des kleinen Pollers an der Einfahrt der Boxengasse vorbeigefahren ist. Sein Teamkollege Arvid Lindblad schob sich unterdessen zwischen die Mercedes, setzte die drittschnellste Zeit.
Red Bull Racing im FP1 stark
Zur Halbzeit setzte sich Isack Hadjar mit 1:38,303 min an die Spitze. Red Bull Racing-Doppelführung also. Dann auch Lebenszeichen von Ferrari, die bis dahin hinter Red Bull Racing, Mercedes und Racing Bulls geblieben waren: Charles Leclerc nur sechs Hundertstelsekunden hinter Isack Hadjar, Lewis Hamilton zwei Zehntel hinter Leclerc. Danach ein Ausrufezeichen von George Russell: Der Baku-Sieger toppte das Feld mit 1:37,520 min. Inzwischen übrigens alle an der Spitze mit Soft. Wegen des rauen Asphalts dürfte der Soft fürs Rennen nicht viel taugen. Außerdem besteht eine gute Chance auf die ersten richtigen Regen-Sessions der Saison mit Regenreifen.
Weiter ging die wilde Zeitenjagd: Verstappen mit 1:37,520 min neuer Schnellster. WM-Leader Kimi Antonelli und McLaren kamen erst spät auf Soft. Antonelli sortierte sich zwischen Ferrari ein. Mercedes hat an diesem Wochenende ein umfangreiches Upgrade-Paket am Auto.
Top-6 mit RBR, Mercedes und Ferrari
Die Top-6 also komplett in der Hand von Red Bull Racing, Mercedes und Ferrari, angeführt von Max Verstappen. Passend: Verstappen gewann das bislang letzte Rennen 2017.
Pierre Gasly (Alpine/7.) und die Racing Bulls auf 8 und 9 gaben ein starkes Bild ab. Nico Hülkenberg beendete das Training als Zehnter. Eine enttäuschende Session für McLaren: Lando Norris 12., Oscar Piastri 11.
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