Superbike WM • Neu
Mit Stolz und Pathos: Advocates Ducati mit Union Jack in Donington Park
Obwohl Ducati-Star Scott Redding mit den Plätzen 1, 2 und 4 in Aragon ein erfolgreiches Wochenende hatte, ist er die Führung in der Superbike-WM wieder los. Seinen starken Teamkollegen sieht er als Vorteil.
Scott Reddings Sieg im ersten Hauptrennen am Samstag kam nach missratenem Freitag überraschend, machte ihn aber gleichzeitig zum WM-Führenden. Im Sprintrennen am Sonntagmorgen wurde der Engländer hinter Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) Zweiter, im zweiten Hauptrennen am Nachmittag reichte es nur zu Platz 4: Rea, Aruba-Teamkollege Chaz Davies und Honda-Ass Alvaro Bautista waren schneller.
Jetzt liegt Johnny Rea in der Gesamtwertung mit 189 Punkten zehn vor Redding.
"Ich weiß nicht, was am Sonntag anders war", grübelte Redding beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Ich machte nichts anders. Aber es herrschte mehr Grip. Ich pushte und pushte, aber der Hinterreifen gab nicht mehr her. Ich war Passagier und musste zuschauen, wie die anderen wegfuhren. Als mich Chaz wie ein D-Zug überholte wurde mir klar, dass das nicht mein Tag ist. Aber so läuft es manchmal. Wir müssen herausfinden, ob es am Reifen lag oder an etwas, das wir getan haben. Am Samstag bin ich dauernd gerutscht und habe gewonnen. Wenn es heiß und rutschig ist, komme ich mit meinem Stil davon. Wenn es aber kühler ist und die Kawasaki und anderen Hersteller den zusätzlichen Grip nützen können, dann zerstöre ich meine Reifen und komme nicht vorwärts. Es ist ärgerlich, dass ich nur Vierter wurde. Ich hätte auf dem Podium stehen und um den Sieg kämpfen sollen. Gegen Rennende war meine Pace ähnlich wie die der Fahrer an der Spitze. Das war aber nur, weil deren Reifen nachließ und ich damit verhältnismäßig besser wurde."
"Ich darf es nicht zur Gewohnheit werden lassen, dass Johnny einfach davonfährt", unterstrich der WM-Zweite. "Mir ist vollkommen klar, dass das seine Stärke ist. Aber wenn ich keinen Grip habe, dann kann ich nicht schnell fahren."
Während Rea seit dem ersten Rennen nach der Coronapause in Jerez deutlich über seinem Teamkollegen Alex Lowes steht, hat Redding in Davies einen zusätzlichen Gegner bekommen.
"Aragon ist eine von Chaz’ Lieblingsstrecken", bemerkte Redding. "Auch Alex wird wieder mitmischen. Ich sehe es positiv, wenn Chaz stark ist. Weil ich mir dann im Computer anschauen kann, wo er schneller ist als ich und was ich tun kann. Ich kann seine Stärke zu meinem Vorteil nützen, sie setzt mich nicht unter Druck. Nett wäre, wenn er Johnny schlagen würde, wenn er vor mir fährt. Ich glaube aber, dass er zu viel Reifen verbrauchte, um zu Johnny aufzuschließen. Deshalb konnte er am Ende nicht gegen ihn kämpfen."
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