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Überraschung: BMW liebäugelt mit Einstieg in weitere WM-Klassen

BMW ist mit der M1000RR in der Superbike-WM und nationalen Serien erfolgreich, besitzt darunter aber kein sportliches Modell. Motorsport-Direktor Sven Blusch macht nun Hoffnung auf Veränderungen.

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Mit der Entwicklung eines Superbikes wollte BMW in den 2000er-Jahren sein bis dahin eher konservatives Image abstreifen. Die 2009 vorgestellte S1000RR (K46) entwickelte sich auf Anhieb zum Erfolg und markierte den Beginn einer neuen Ära für die Münchner. Parallel dazu wagte BMW mit einem Werkseinsatz in der Superbike-WM den Schritt auf die internationale Rennsportbühne.

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Die hochgesteckten Ziele wurden jedoch zunächst klar verfehlt. Nach einem Managementwechsel zog sich der Hersteller wieder aus der Serie zurück. Erst 2019 folgte die Rückkehr in die Superbike-WM. Mit dem Gewinn von zwei WM-Titeln durch Toprak Razgatlioglu gelang BMW schließlich der lang ersehnte sportliche Durchbruch.

BMW (noch) hat keine Plattform, um junge Talente zu fördern

Die Münchner haben das Bekenntnis zum Rennsport vor gut einem Monat bestärkt. Das Projekt in der Superbike-WM steht somit vor einer sicheren Zukunft. Doch im Vergleich zur Konkurrenz fehlt dem Hersteller ein entscheidender Baustein: ein sportliches Motorrad unterhalb des Topmodells, das die Teilnahme an der Supersport- oder Sportbike-WM ermöglicht.

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Während Ducati, Yamaha, Kawasaki und Honda in mehreren Kategorien vertreten sind und Nachwuchsfahrer über Supersport- oder Sportbike-Klassen an die Spitze heranführen können, verfügt BMW aktuell über keine vergleichbare Plattform. Entsprechend ist ein Werkseinstieg in die Supersport-WM oder die Sportbike-WM derzeit kein Thema. Damit gibt es für BMW keine Möglichkeit, eigene Nachwuchstalente zu fördern.

BMW-Motorsport-Direktor Sven Blusch sieht darin durchaus einen Nachteil. «Wir haben erkannt, dass Motorsport auch für BMW Motorrad ein sehr wichtiger Baustein ist. Wir haben es zur obersten Priorität gemacht», betonte der Deutsche. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeige deutlich, welchen Stellenwert der Rennsport inzwischen innerhalb des Unternehmens einnehme.

Gleichzeitig räumt Blusch ein, dass der fehlende Unterbau die Möglichkeiten einschränkt. «Natürlich ist es schwierig, wenn der Unterbau fehlt. Wir hätten diese Möglichkeit gern. Wenn wir diesbezüglich Möglichkeiten hätten, wäre das eine Hilfe», erklärte Blusch. Trotzdem soll eine mögliche Erweiterung des Modellprogramms nicht allein aus sportlichen Gründen erfolgen. Vielmehr müsse ein entsprechendes Motorrad in die langfristige Ausrichtung von BMW Motorrad passen. «Es muss auch zur Langzeitstrategie von BMW Motorrad passen. Wir müssen die richtigen Motorräder haben, um dieses System zu füttern. Es muss in die Strategie des Unternehmens passen», erklärte Blusch.

Arbeitet BMW bereits an einem Supersport-Modell?

Die Aussagen des Motorsport-Direktors lassen dennoch aufhorchen. Denn während BMW in den vergangenen Jahren konsequent in den Rennsport investierte und die M1000RR zum Siegermotorrad entwickelte, fehlten bislang konkrete Hinweise auf weitere sportliche Modelle. Nun deutet Blusch erstmals an, dass sich dies in Zukunft ändern könnte.

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«Motorsport hat jetzt eine hohe Priorität. Und deshalb besteht die Chance, das zukünftig zu ändern», sagte der BMW-Manager. Konkrete Details nannte Blusch zwar nicht. Seine Worte lassen jedoch Raum für Spekulationen über ein zukünftiges Sportmotorrad, das die Lücke zwischen Straßenmodell und Rennstrecke schließen könnte. Für BMW würde sich damit nicht nur die Tür zu weiteren Weltmeisterschaften öffnen, sondern auch die Möglichkeit, ein nachhaltiges sportliches Nachwuchssystem nach dem Vorbild der Konkurrenz aufzubauen.

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