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Zwei Racer wiedervereint: Chili und Buckmaster schwelgen in Erinnerungen

Am Superbike-Wochenende auf dem Misano World Circuit brachte SPEEDWEEK.com die ehemaligen Rennfahrer Frankie Chili und Simon Buckmaster zusammen. Ein Gesprächsthema war schnell gefunden.

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Ein wenig ähneln sich die Karrieren von Pierfrancesco Chili und Simon Buckmaster. Beide waren in den 1980er und früheren 1990er Jahren im GP-Zirkus unterwegs, schwenkten dann aber zum serienbasierten Motorsport. Während der Italiener bis 2006 aktiv die Superbike-WM bestritt, fuhr der Engländer dort nur eine Saison und gründete später ein eigenes Team in der Supersport-Kategorie.

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Viele Jahre hatten die beiden Old-School-Racer keinen Kontakt. Als aber die Superbike-WM 2026 am vergangenen Wochenende in Misano gastierte, organisierte SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Waldemar Da Rin ein Treffen zwischen den beiden früheren Weggefährten. Es war ein rührendes Zusammenkommen. Der an Parkinson erkrankte Italiener war gut drauf.

Zuerst sträubte sich Buckmaster, aber am Samstagabend war es soweit. Treffpunkt war der Strand «Romina» in Rimini. Zur Info: Pierfrancesco betreibt mit seiner Frau Romina die beiden Strände an der Stadtgrenze zwischen Misano Adriatico und Riccione seit 1996 als Pächter.

«Ciao Simon», rief Frankie überrascht und erfreut. Es folgte eine herzhafte Umarmung. Keiner von beiden wusste genau, wann sie sich das letzte Mal getroffen hatten. 30 Jahre sind es sicher – wenn nicht mehr. Chili trug ein T-Shirt, das an den vor zehn Jahren verstorbenen Fabrizio Pirovano erinnerte. «Zehn Jahre sind es her, aber du bist immer noch in unseren Herzen», stand darauf.

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Schon bald redeten sie über das Rennen, das beide auf dem Podest beendeten. Es war am 14. Mai 1989 – der große Preis der Nationen in Misano. Das Wetter war unbeständig und es regnete in Abständen. Die Stars der Königsklasse, Lawson, Gardner, Doohan, Rainey, Schwanz, Mamola und der Rest boykottieren das Rennen. Die Strecke sei zu rutschig, unberechenbar und gefährlich.

Pierfrancesco Chili und sein Teamkollege Fred Merkel auf ihren HB-Honda waren die einzigen Werksfahrer, die am Start standen. Während Merkel nach wenigen Runden die Box ansteuerte, gewann Chili das Rennen vor Buckmaster und dem Deutschen Michael Rudroff.

Er war der einzige und letzte Sieg in der 500er Klasse für den sympathischen Italiener auf Bologna. Für Buckmaster und Rudroff war es ebenfalls das erste und letzte Podium in dieser Klasse.

«Mir blieb nichts anderes übrig, als zu fahren. Ich war im italienischen Team von Roberto Gallina, auf meiner Hausstrecke und vor heimischem Publikum», erklärte Chili. «Wenn ich mich dem Boykott angeschlossen hätte, hätte dies in einer Katastrophe enden können, denn die Zuschauer waren schon recht aufgeheizt und wütend. Ich gebe es zu, die Strecke war sehr rutschig.»

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«Sehr, sehr rutschig», fügte Buckmaster hinzu, «Aber was hätte Chili denn machen können? Er tat nur, was er tun musste.»

Chili weiter: «Rudroff hatte ein paar Mal versucht, mich zu überholen, aber ich hatte ihm per Handzeichen angedeutet, dass er vorsichtig sein soll, sonst wäre er bestimmt gestürzt.»

Immerhin haben sie verhindert, dass die Fans möglicherweise das Fahrerlager gestürmt und abgefackelt hätten. Es waren andere Zeiten.

Übrigens: Das 80er-Rennen gewann Jorge Martinez vor Gabriele Gnani und Herri Torrontegui. In der 125er Klasse siegte Ezio Gianola vor Hans Spaan und Fausto Gresini. Das 250er Rennen gewann Sito Pons vor Jean-Philippe Ruggia und Jacques Cornu.

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