Superbike WM • Neu
Estoril, FP2: Drei Ducati vorn – Miguel Oliveira (BMW) erster Verfolger
Im Qualifying der Supersport-WM 2026 in Estoril holte sich Can Öncü in Rekordzeit die Pole-Position. Während Yamaha und Triumph dominierten, sendete Dominique Aegerter (Kawasaki) ein Lebenszeichen
Im freien Training am Vormittag fuhr Can Öncü (Yamaha) in 1:39,084 min die schnellste Runde auf dem Circuito do Estoril und lag damit 0,3 sec vor seinem Markenkollegen Lucas Mahias sowie Philipp Öttl (Ducati). Cremona-Doppelsieger Jeremy Alcoba (Kawasaki) war Fünfter. WM-Leader Albert Arenas (Yamaha) machte sich mit der Rennstrecke vertraut und begnügte sich mit zehnten Zeit.
Wie schon das zweite Training der Superbike-Kategorie fand die Superpole der Supersport-WM bei schönstem Spätsommerwetter statt. Weil die mittlere Kategorie nur ein freies Training hat, nutzten die Piloten die meiste Zeit der 40-minütigen Session für die Abstimmung der Motorräder. Das Qualifying wurde um 16 Uhr Ortszeit bei angenehmen 25 Grad Celsius gestartet.
An die schnelle Rundenzeit vom Vormittag konnten die Piloten zunächst nicht anknüpfen. Nach zehn Minuten führte Matteo Ferrari (Ducati) in 1:39,610 min die Zeitenliste an. Damit war der Italiener jedoch schneller als der Rundenrekord von Roberto Garcia (Yamaha) in 1:39,847 min aus dem vergangenen Jahr. Für den ersten Sturz der Session sorgte ausgerechnet der sonst so sattelfeste Valentin Debise. Der WM-Zweite rutschte harmlos aus und brachte seine ZX Moto selbst zurück an die Box.
Dann war es wieder Öncü, der in 1:39,185 min eine neue Messlatte für die Konkurrenz auflegte. Der Türke kam damit dem Pole-Rekord von Dominique Aegerter aus 2022 bereits sehr nahe, den der Schweizer damals mit einer Yamaha R6 in 1:39,046 min aufgestellt hatte.
Halbzeit führte unverändert Öncü, als Zweiter überraschte aber Domi Aegerter – so weit vorn sah man den Schweizer mit Kawasaki selten mitfahren! Kurz darauf stürzte Andreas Kofler (Yamaha), der auf der 32. Position 2,7 sec Rückstand auf die Bestzeit hatte. Öttl hatte 0,8 sec Rückstand und war Zwölfter.
Bei noch 17 min preschte Öncü in 1:39,011 min über die Linie – Rekord! Weitere Piloten nahmen zu diesem Zeitpunkt eine schnelle Runde in Angriff und Aegerter wurde auf Platz 6 durchgereicht. Arenas verbesserte sich in 1:39,364 min deutlich und reihte sich vorläufig auf Platz 4 ein.
Zehn Minuten vor dem Ende lagen die Top-3 innerhalb von nur 0,1 sec. Die meisten Piloten steuerten die Boxengasse an, um sich für den letzten Versuch einen neuen Reifen montieren zu lassen. Den Anfang machte Öncü, doch unabhängige Stürze von Yuki Okamoto, Andrea Giombini (MV Agusta) und Roberto Garcia (Yamaha) sorgten für gelbe Flaggen und gestrichene Rundenzeiten. Kaum waren die Kiesbetten geräumt, sorgten Simon Jespersen (Ducati) und Raffaele De Rosa für die nächsten Stürze.
Nur wenige Piloten erwischen eine freie Runde: Einer von ihnen war Oli Bayliss (Triumph) auf Platz 4 und Aegerter als Achter - nach Assen die zweitbeste Startplatzierung des Schweizers in diesem Jahr! Philipp Öttl hatte dagegen Pech und qualifizierte sich lediglich auf Position 15.
Die erste Startreihe blieb mit Öncü, Mahias und Booth-Amos unverändert. WM-Leader Arenas geht als Neunter in das erste Rennen am Samstagnachmittag.
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