Supersport-WM • Neu
Estoril: Yamaha-Pole – Dominique Aegerter (Kawasaki) stark wie lange nicht
Auch das zweite Training der Superbike-WM 2026 in Estoril wurde von Ducati dominiert. Als erster Verfolger sorgte Lokalmatador Miguel Oliveira (BMW) für gute Stimmung.
Das Teilnehmerfeld der Superbike-WM 2026 in Estoril hat sich seit Cremona nicht verändert: Im Ducati-Team Optical Express ersetzt Loris Baz bis zum Saisonende den verletzten Tarran Mackenzie und bei Motoxracing Yamaha übernimmt Twan Smits den Platz von Bahattin Sofuoglu.
Zu Beginn des zweiten Trainings um 15 Uhr Ortszeit – Portugal ist eine Stunde zurück – zeigte das Thermometer angenehme 25 Grad und die Sonne schien von einem fast wolkenlosen Himmel. Für die erste ansprechende Rundenzeit sorgte Surra nach fünf Minuten mit einer 1:36,139 min. Frühe Verbesserungen gelangen Álvaro Bautista (Ducati) mit einer 1:36,256 min und Andrea Locatelli (Yamaha) in 1:36,733 min.
Nach zehn Minuten führte Bulega mit der bisher schnellsten Runde in 1:35,497 min die Zeitenliste an, nur 0,141 sec dahinter Lecuona. Der drittplatzierte Surra lag damit bereits 0,6 sec zurück! In den Top-10 fuhren neben sieben Ducati-Piloten die zwei Bimota-Piloten Lowes und Axel Bassani sowie BMW-Ass Oliveira.
Bei Halbzeit der 45-minütigen Session lag Bulega leicht verbessert 1:36,432 min unverändert vorn. Zur Einschätzung: Den Rundenrekord von 1:34,973 min stellte der Italiener vor einem Jahr im Superpole-Race auf. Neben den beiden Aruba-Piloten glänzten auch Yari Montella (3./Ducati) und Alex Lowes (4.) mit Runden unter 1:36 min. Nur sechs der 22 Piloten waren noch keine schnellere Zeit als am Vormittag gefahren. Neben Surra waren das Somkiat Chantra (15./Honda), Garrett Gerloff (16./Kawasaki) sowie Xavi Vierge (17.), Remy Gardner (19.) und Twan Smits (22./alle Yamaha).
In der zweiten Hälfte arbeiteten die Piloten weiter an der Rennabstimmung ihrer Motorräder. Lecuona beeindruckte mit einem Long-Run mit vielen 1:35er-Runden. Hinter den Ducati-Werkspiloten an der Spitze, die mit 0,4 sec führten, ging es eng zu: Als Sechster büßte Oliveira 0,4 sec ein, bei Bassani auf Platz 10 waren es 0,9 sec. Mehr als zwei Sekunden büßte lediglich der Niederländer Twan Smits ein.
Sieben Minuten vor dem Ende ratterte Sam Lowes (Ducati) in Kurve 6 durch den Kies – es war einer von sehr wenigen Zwischenfällen während der Session. Der Engländer lag zu diesem Zeitpunkt nur an neunter Position.
In den letzten Minuten schwangen sich einige Piloten für eine schnelle Runde auf ihre Motorräder. Einen großen Sprung machte Chantra, der sich in 1:36,179 min auf Platz 9 verbesserte. In dieser Phase sorgte Mattia Rato (Yamaha) in Kurve 7 für den ersten echten Sturz im FP2. Der Italiener wurde ordentlich durchgeschüttelt und sein Motorrad nachhaltig verbogen.
Wirklich interessant ging es jedoch vorn zur Sache. Mit einem neuen Reifen preschte Alberto Surra nur 0,066 sec langsamer als Bulega auf Platz 2. Durch einen Sturz von Remy Gardner in der letzten Minute wurden vielen Piloten schnelle Runden gestrichen. Als bester Nicht-Ducati-Pilot beendete Oliveira mit 0,384 sec Rückstand als Vierter das zweite freie Training. Dahinter Bassani, Montella, Alex Lowes, Jake Dixon (Honda), Bautista und Gerloff.
Bester Yamaha-Pilot im FP2 wurde Xavi Vierge mit 0,932 sec Rückstand auf Platz 14.
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.